Twittern Blogverzeichnis hostgator coupon gnilhe.de Erlebnisse im Nahen Osten

Montag, 18. Juli 2011

Autohauseröffnung in Erbil

Gestern wurden May und ich auf eine Autohauseröffnung geschleppt.
Wir waren die einzigen Frauen weit und breit dort. ABer das wussten wir natürlich nicht vorher.
Und ich dank meiner High Heels das grösste Wesen im Raum. Ich fühlte mich wie eine seltenes Rehchen im Zoo und wartete nur dadrauf, dass mich jemand versucht zu füttern.
May,ich und Dunia, ein weiteres Mädchen von uns, trotteten brav der Schütze hinterher, die uns das ganze eingebrockt hatte.
Stellt euch mal bitte vor, ihr seid in einem Raum voller Männer und werdet einfach ungeniert angestarrt. Dazu tragt ihr auch noch das kleine Schwarze...Richtig, nicht gerade prickelnd.

Das Autohaus an sich ist nicht schlecht und es sind alle erdenklichen Automarken zu erstehen. Von VW über Mercedes bis hin zum Rolls Royce war alles dabei.
Nicht schlecht für Erbil.
Trotzdem war ich heilfroh, als wir endlich draussen waren. Klappe zu,Affe tot....
Danach hingen wir, wie fast jeden Abend, in der Bar meines Hotels ab.
Die Jungs erzählten uns Endlosstories, was sie alles in Beirut vorhaben (heute sind sie abgeflogen) und wir versuchten unseren Neid zu verbergen.
Dunia, die Jordanieren, versuchte aufs äusserte mit meiner Schütze zu flirten und ließ mich deutlich spüren, was sie von mir hielt. Nämlich nichts.
Oh man, ich hasse dieses ständige Konkurrenzdenken unter Frauen.Und aus meinen persönlichen Erfahrungen kann ich behaupten, dass es in der arabischen Welt extrem stark ausgeprägt ist. Selbst wenn die Konkurrentin in einer ganz anderen Liga spielt.
Eine Freundin von mir wurde mal von einer kleinen, untersetzten Bowlingkugel im billigen Fusel beinahe umgehauen.
Der Grund: der Freund der Bowlingkugel hat mit meiner Bekannten geflirtet.Aber das war natürlich die Schuld von Melody, also der angeflirteten Bekannten und nicht seine Schuld...
Eine andere Ägypterin hat von einem auf den anderen Tag kein Wort mehr mit mir gesprochen.Ich hatte mich mit ihrer geheimen Affäre unterhalten. Ich wusste nichts von den beiden.Wie gemein von mir.
Und nun Dunia, die Schreckschraube.Gut, dass die Schütze heute erstmal abgereist ist. So muss ich mich nicht vor irgendwelchen Attentaten der Schreckschraube in Acht nehmen. Al-hamduallah

Also nochmal ein allgemeiner interkultureller Tipp meinerseits: Immer in Acht nehmen vor den Damen. Mögen sie auch noch so freundlich sein und einem erzählen wie wunderschön man doch ausschaut, gibt man keine Acht, hat man zack den Dolch im Rücken. Trifft natürlich nicht auf alle Frauen zu, aber naja, Achtsamkeit und eine gewisse Distanz schaden nicht.

Sonntag, 17. Juli 2011

Neue Visaregelungen in Ägypten

Eine Freundin erzählte mir heute von einer neuen Visaregelung in Ägypten. Zwar kann man normal einreisen und das Tourivisum für einen Monat am Flughafen bekommen, danach siehts jedoch nicht so gut aus. Verlängerungen sind nur noch durch Zertifikate STAATLICHER Unis möglich (die icherlich kein Ausländer freiwillig besucht,wenn er nicht muss...) oder durch den Arbeitgeber, was aber auch relativ schwireig zu handhaben ist.
So ihre Worte. Ich wollte es erst nicht glauben. Ägypten kickt un aus dem Land? Warum denn das?
Tja,ich betrieb Research, auf der ARbeit natürlich, und siehe da, die gute Freundin hatte recht!
Und der Grund dafür ist, dass wir den Ägyptern die Arbeitsplätze wegnehmen....
Ok, es stimmt tatsächlich, dass ich die ARbeit erledige, für die man sont 5 Ägypter benötigen würde. 30 % der Arbeitsplätze sind von Ausländern besetzt.
Und nun sollen stattdessen Ägypter dorthin gesetzt werden??
Ist ja schön und gut, aber meiner Meinung nach wird das genau 2 Auswirkungen haben:
1.Die Produktivitätskurve der meisten Firmen wird drastisch sinken. Ich will damit nicht behaupten, dass alle Ägypter faul sind. Ich denke nur, dass die Arbeitsmoral im Allgemeinen etwas lockerer und entspannter ,leider aber auch unproduktiver ist...

2. Habe ich vielleicht einem (oder 5) Einheimischen den Arbeitsplatz geraubt. ABer dafür haben als genügend Taxifahrer, Kioskhändler, Restaurants, Bars und Bettler Profit gemacht dank mir und vielen anderen Ausländern. Mal ehrlich, was ich allein an Geld für die doofen Taxifahrer gelassen hab entspricht bestimmt dem durschnittlichen Monatsgehalt eines ägyptischen Ahmed-Normalverbrauchers...

Wen es interessieren sollte:
http://thedailynewsegypt.com/people/egypts-long-term-tourists-may-be-forced-to-leave.html

Sandsturm in Erbil

Oh man, statt einem normalen Regenschauer oder einer ordentlichen Brise Wind hat man hier gleich einen Sandstorm. Gestern Abend konnte man sowas schon leicht erahnen. Die Aussicht war etwas getruebt.Ich dachte, dass kommt vom Wein.War aber wirklich getruebt vom Sand.
Heute morgen hab ich mich dann gewundert, warum alles so gelbgold ist. Hinter geschlossenen Waenden hat so ein Sandsturm naemlich einen positiven Effekt. Der Raum bekommt einen orang-goldenen Touch.Wie beim Sonnenuntergang. Dass schafft voll die Feierabend-atmosphaere. Draussen ist es nicht ganz so romantisch.Die Autos sind mit dicken Sandschichten bedeckt und bei jedem Atemzug inhaliert man tausend Sandkoerener. Kalt ist es auch draussen. Aber immer noch nicht so kalt wie im Buero. Irgendwie haben Araber immer die Angewohnheit Klimaanlagen auf 19 Grad zu stellen. Wenn es auf - 10 Grad einstellbar waere, wuerden sie sicher diese Option waehlen. Somit werden ich taeglich mit Temperaturschwankungen von 31 Grad konfrontiert.Drauusen 50 Grad, drinnen 19 Grad...
Naja, aber jetzt ist ja erstmal der Sandstorm da. Noch viel schlimmer soll der Regen sein. Ja, hier im Irak regnets auch mal.Meist im Winter. Leider kein Wasser, sondern Schlamm...ich freu mich jetzt schon!

Samstag, 16. Juli 2011

sexuelle Belästigungen

Sexuelle Belätigungen ind in der arabichen Welt an der Tageordnung. Man erträgt es nur mit jeder Menge Humor. Ich selber empfinde Ägypten als chlimmten Ort. Sich dort als Frau und vorallem als Europäerin auf der Strasse zu bewegen kotet jede Menge Nerven. Man wird angetarrt wie ein exotisches Tier und alle 5 Meter mit Honig, Sahne oder Welcome von wüsten Schmierlappen angesprochen. Einige Sprüche sind äußerst kreativ.Eine Freundin von mir wurde mal von einem Hannibal Lector-Möchtegern mit "You are breakfast!" angeprochen....
Einige Belästigungen ind jedoch alles andere als lustig.Manchmal überchreiten einige Männer die Grenzen und veruchen einen anzufassen.Schenkel,Hintern,Brust, e gibt keine Grenzen...
Hier war es bis jetzt äußerst erträglich.Heute sollte ich jedoch meine Meinung ändern!
Erste Belästigung fand im Jabar Palace Hotel statt.Wir hatten ein Meeting dort.Nebenbei erwähnt, dass Hotelist schlimmer al jede deutsche Jugendherberge!
Der Manager,ein beleibter Mann mit einem Gebis zum Wegrennen, sprach natürlich null English.Also tat ich das Übliche und überliess May das Reden.Ich sass stumm da und grinste freundlich drein.
Am Ende verabschiedeten wir uns.Der Manager wollte uns sehr bald zum Essen treffen.Klar,sicher.Unser größter Traum!Und dann meinte er zu May ich schau aus wie eine "Utta" Utta heisst Katze,bzw. wörtlich überetzte Miezekatze. Wir Frauen werden hier wirklich nicht für voll genommen.Eine Mietze,ich?Hallo,gehts noch?Etwas mehr Repekt bitte!
Zweiter Vorfall ereignte ich vor 30 Minuten.Ich streifte durch Ankawa und ging mal wieder verloren.Also blieb mir nichts ander übrig als ein Taxi zu nehmen.Ich amchte den fatalen Fehler und fing ein Gespräch mit dem Fahrer an.Ich wollte doch mein Arabisch praktifizieren.Vorm Hotel gab er mir mein Wechselgeld und wollte mir die Hand chütteln.Meine Alarmglocken chrillten auf."Shukran,la!"Nein,danke! "Enti helwa!" Du bist Süßigkeit. Und du ein hässlicher Lappen!Mit meinen limitierten Arabischkenntnissen konnte ich nur "Khals"(Schluss) brüllen!Ich sprang aus dem Taxi und knallte die Tür so fest zu, das sie fast vom Auto abfiel.Dann maschierte ich dampfend in mein Zimmer.
Liebe Schmierlappen, ihr seid weder attraktiv, noch haben wir Frauen es nötig, uns von euch wie ein Stück Fleisch behandeln zu lassen. Ich häng doch auch nicht auf der Strasse ab und brüll jedem männlichen Ween zweideutige Sachen hinterher!

Freitag, 15. Juli 2011

Ankawa- Christenviertel in Erbil

Getern beschloss ich nach dem Shopping-Mall Stress mal die Gegend hinter meinem Hotel zu erkunden.Die Gegend nennt sich Ankawa,bzw Ainkawa (Ain= Auge, Kawa=Irgendjemand Berühmtes)und it bekannt als Christengegend.
Ja,Christen im Irak!Schliesslich ist Erbil eines der ältesten Städte der Welt und wurde damals,noch vor Mohammed und dem Islam, von Christen beiedelt!
So genung Info.Also rannte ich durch Ankawa.Sehr auffällig war die Vielzahl an Alkoholläden.Hier befand sich einer nach dem anderen.Ich war etwas überrascht.
Und die Leute waren überrascht mich, eine europäische Frau, auf der Strase zu erblicken.Scheint nicht so oft der Fall zu ein. Wie gesagt, kriegt man hier Frauen sowieo recht selten in der Öffentlichkeit zu sehen.Ist halt immer noch eine Männergeellschaft.Die Blicke juckten mich weniger.Kenn ich doch aus Kairo.Da ist es als Frau bedeutend schlimmer auf der Strasse.Der allgemeine Pöbel denkt, wir Europäerin sind laufende Beutetiere, die nur dadrauf warten von einem Ägypter erobert zu werden.Von wegen.Und Respekt wird auch null gezeigt.Das hat mich manchmal schon Nerven und Verstand gekostet. Hier sind die Männer wenigestens ruhig und halten den Mund.
Ich machte sogar die Kirche in Ankawa ausfindig, wo gerade eine Hochzeit stattfand. Dann fand ich noch den größten Kitschshop denn je.Vollgestopft mir unechten Klotzschmuck, gefälschter Schminke, Bleichungcreme Fake-Parfums.EIne Horde Frauen begutachteten unter lautem Geschnatter die Ware.Als ich den Laden verlie war es dunkel und ich verloren.Hier schaut alles gleich aus und ich hab null Orientierung. Und da ich es hasse nach dem Weg zu fragen, aber auch nicht alleine rumlaufen wollte in der Dunkelheit, musste ich mir ein Taxi nehmen.2 Minuten fahrt 2$.Das wars wert.

Was die Sonne im Irak anrichtet

Was die Sonne im Irak anrichtet
Gestern war Donnerstag. Donnerstag arbeitet man hier nur bis 14 Uhr, der Rest des Tages gehört zu dem „Wochenende “.
Eigentlich sind Donnerstage zum Entspannen da. Meiner war Stress pur. May wollte unbedingt Geld abheben. Der Automat im Hotel war kaputt und andere Bankautomaten sind in Erbil eher begrenzt vorhanden .Also fuhren wir in die Majidi-Mall um Geld zu holen und zu shoppen. Al wir dort waren fiel meiner reizenden Kollegin ein, das die Apotheke, zu der sie auch musste, ja in der Family Mall ist, einer anderen Shopping Mall, wo ich von Anfang an hin wollte. Die Family Mall ist etwas neuer. Kleiner, aber mit deutlich besseren Läden und Besuchern.
Also wieder raus, ab ins Taxi und ab zur Family Mall. Erst als wir den ersten Shop drinnen betraten, merkten wir, dass es zappenduster drinnen war.Und heiss. Stromaufall. Mal wieder. Ist nichts neues mehr, Stromausfälle sind hier an der Tagesordnung. Mindestens 3 Mal am Tag für höchstens 2 Minuten schaltet sich alles ab. Dann gibt’s aber sofort neuen Saft durch die Generatoren, die den überforderten Stromversorger ersetzen.
Die FamilyMall blieb jedoch dunkel.Und die Klimaanlage schien auch nicht zu funktionieren. Die Eisbahn in der Mall hatte sich in einen Pool verwandelt und die Cafe hatten keine Kaltgetränke.
Der Kellner im Mado-Cafe klärte uns auf. Die Sonne hatte die Generatoren so ehr erhitzt, dass irgendein Kabel durchgebrannt war und die gesamte Versorgung in der Mall lahmgelegt hat.
Wann das Problem behoben wird? „Bukra, in shallah!“ (Morgen, wenn es Gottes Wille ist).
Also auf Deutsch: Nicht vor nächster Woche….

Lagebericht meiner gestrigen Mission

Nach einem stundenlangem Abwägen ob ich nun noch hoch in die Bar gehe oder faul im Bett bleibe, entschied ich mich letzendlich für Option No. 1, die Bar.

Es war mittlerweise halb 12 und der Laden voll mit angeheiterten Gästen.
Ich stand etwas hilflos da. Allerdings nur 10 Sekunden. Dann erblickte ich die Schütze. Und sie mich Gott sei Dank auch. Mir fiel ein Stein vom Herzen.
Somit wurde ich gleich in Empfang genommen und an einem  Tisch platziert.
Meine Sitzpartner waren zwei Amis und ein Bulgare, auf der anderen Seite der Sitzgruppe der übliche Verein..
Der Ami neben mir meinte doch tatsächlich, dass wir Deutschen gar nicht so trinkfest sind, wie wir immer behaupten.
Diese falsche Behauptung konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Schon gar nicht aus dem Munde eines Amis.
Also gab es nur eine Lösung: Trinkwettbewerb. Ich gegen den Ami.Und der Bulgare michte unsere Drinks und Shots.
Desaströse und dumme Idee. Ich stieg freiwillig aus und liess den Ami gewinnen.
Die Amis haben doch echt alle ein echtes Egoproblem. Immer wollen sie die Besten in allem sein. Soll er doch denken, dass er mich geschlagen hat.Ich verfolgte schließlich ein ganz anderes Ziel:
Die Schütze.
Statt wie üblich umher zu krebsen, wich sie dieses Mal nicht von meiner Seite. Ich Glückspilz.
Wir unterhielten uns angeregt und die Zeit verging wie im Flug.
Einer der Herrn musste schliesslich von der Schütze zum Flughafen gebracht werden (jeden Abend dasselbe, irgendjemand muss immer zum Flughafen oder abgeholt werden).
Ich weiss nicht, wie es dazu kam und warum ich das getan habe, aber irgendwie bin ich mitgekommen zu Flughafen.
Als der Herr abgeliefert war und wir wieder zurück, war die Bar leer. Nur die Kellner hingen noch da rum. Somit war es ein Kinderspiel für mich.
Die Schütze redete und redete und redete. Soviel Mitteilunngbedarf hätte ich nicht erwartet. Was ich auch nicht erwartet hätte ist, dass der Gute mir beichten würde, dass er schon seit unserem ersten Treffen Interesse an mir hegte...
Na toll, und wozu denn der ganze Affentanz, den ich veranstaltet habe?
Oh man, ich hätte es echt um einiges leichter haben können.Wieso tun wir Menschen uns so schwer in Gefühle zugeben?
Maaaaan, ich wünschte es gäbe die becheuerten I Like-Buttons nicht nur Facebook sondern auch für uns Menchen. Zack, ein Klick und die Sache ist glasklar.
Trotzdem konnte ich mir mein Grinsen kaum verkneifen und freute mich wie ein Streuselkuchen.

Einerseits bin ich froh, dass meine Schützenmision endlich geglückt ist. Zumindest weiß ich, dass ich mit meinen Gefühlen nicht auf Granit stoße. Und wer weiß, was die Zukunft so mit sich bringt.

Andererseits fliegt die Schütze am Montag ab nach Jordanien für eine Woche. Und das jetzt, wo die Sache zwischen uns endlich den Hauch einer Gestalt annahm...Aber gut,ich will nicht meckern, selber Schuld, wenn man es sich so verkompliziert wie ich. Und es ist ja auch nicht ewig.