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Dienstag, 2. August 2011

Second Hand Markt in Erbil!

Oh man, gestern hatte ich ein wahres Abenteuer auf meiner Suche nach Kleidung und Fashion. Ich hörte von einem Langa-Outlet-Center. Cool, wieso nicht. Das so genannte Outlet-Center entpuppte sich als ein Riesenbazaar.
Voll mit Second Hand-Sachen. Ich wette, dass sind alles Kleiderspenden aus dem Westen.Wo ich schon mal hier war, schaute ich mich etwa um. Und wow,ich fand ein wunderschönes türkise Glitzerkleid vom Pariser Atelier aus München. Ich erkundigte mich nach dem Preis. 3$.Kann man machen.Plus ein Pulloverkleid für ebenfalls 3$ und weil ich Ausländerin war bekam ich noch ein gelbes Nachthemdtop geschenkt.Im Laden lernte ich auch Nehar kennen, eine waschechte Baghdad-Bewohnerin, die Englisch konnte.Sie wollte unbedingt meine Nummer und bestand drauf, dass ich sie in Baghdad besuche.Klaro, gibt ja auch keinen sichereren Ort als Baghdad...
Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei.Ich hab ja schon einige Märkte gesehen, aber dieser hatte wa besonderes an sich.Die offenen Läden mit den Waren vor der Tür waren im goldenen Licht der untergehenden Sonne getaucht. Kein lautes Treiben, alles war ruhig und friedlich,niemand wollte mich in seinen Shop zerren.Kein nervige Welcome wie in Kairo.Nein, es war friedlich.
Vollkommen selig nahm ich mir ein Taxi zum Hotel. Der Fahrer war alles andere als ruhig. So kurz vorm Fastenbrechen gestört zu werden von einem Kunden paste ihm gar nicht. Er raste mit 120 Km die Stunde zum Hotel.So schnell war ich noch nie Zuhaus. Ab jetzt nehm ich nur noch Taxen kurz vorm onnenuntergang,hehe.
May erzählte ich nichts von meinen Second-Hand-Schnäppchen. Ansonsten hätte sie mich auf der Stelle komplett in die nächte Wachmaschiene geworfen und meine Nähe die nächsten Tagen nur noch zum Desinfizieren aufgesucht....

Montag, 1. August 2011

Fuer Fashion Liebhaber

Hab ich im Buero gefunden. Ist ein Superprogramm. Hab dre Outfits in 2 Stunden geschafft. Ich finde sie sehr gelungen.

http://looklet.com/user/817193/looks



Ramadam 1. Tag

Mein Ramadam fing schon am Morgen bescheiden an.

Er begang mit dem schrillen Klingeln meines Telefons.
May war am Apparat. Nicht gerade die erste Stimme, die man am frühen Morgen hören möchte.

In noch schrillerer Stimme fragte sie, wo ich zum Teufel steckte.

Wieso? Oh, es war halb 10. Mein Handy hatte über Nacht seinen Geist aufgegeben.Verräter.
Zu meinem Glück liess der Fahrer sich auch nicht blicken.

Also musste May warten.So wie ich sonst immer auf sie. Ausgleichende Gerechtigkeit nenn ich das.

Da ich nicht allzu gehässig sein wollte, beeilte ich mich und stand  20 Minuten in der Lobby.

Zweite Hiobsbotschaft: Die Firma zahlt zwar das Hotel, aber alle Extrakosten würden uns überlassen werden.
Ich hab gar nicht erst nach meiner Zimmerrechnung gefragt. Dreistellig ist sie mit Sicherheit und mindestens.
Aber May und ich werden uns da nochmal hinterklemmen. Ist ja wohl kaum mei´ne Schuld, dass wir hier leben müssen und weder Waschmaschiene noch Küche haben,oder?

Auf der Arbeit freute ich mich auf meinen Kaffee wie Kinder auf den Weihnachtsmann.

Leider falsch gefreut. Während Ramadam macht der Kaffeeboy keinen Kaffee. Begründung? Weil er fastet.

Von mir aus kann er fasten bis er umkippt. Ich hindere ihn da bestimmt nicht dran, aber was hat das mit meinem Kaffee zu tun? Meinetwegen mag ich jetzt nicht besonders interkulturell kompetent wirken, aber:
Er soll ihn doch nur machen und nicht trinken!Und warum kommt er dann überhaupt zur Arbeit?
Oh man, es kann nur besser werden...

Sonntag, 31. Juli 2011

Ramadam Kareem in Erbil

Noch ca. 8 Stunden trennen mich vom Ramadam.
Letze Chance was zu unternehmen bevor es losgeht. Und ich hocke in meinem Zimmer.Keine Energie. Und mir graut e jetzt schon.
Wie soll ich diesen Monat nur überleben?
Ich brauch ein Hobby und zwar schnell.Das einzig Positive ist, dass Edward morgen zurück kommt.
Der fastet nämlich nicht.Leider bleibt er auch nicht den gesamten Ramadam hier.
Keiner tut das, nur ich und May.
Und mein Visum hab ich auch immer noch nicht,ansonsten könnte ich wenigestens etwas reisen. Immerhin krieg ich morgen mein Gehalt-in shallah.Deswegen geh ich shoppen.Und in 10 Tagen muss ich nochmal shoppen.Mangoeröffnung in der Familymall-70%!!!!
Morgen darf ich mich erstmal mit einem Website-offer auseinandersetzten .

So ein Herr soll mit uns die Details für die Website besprechen. Leider will er das möglichst am Abend tun und uns Mädels unbedingt zum Essen treffen.Nein,danke.Wärst du schön und gut in Englisch,ok.Aber so nicht.Das muss er auch noch kapieren.
Ja,Ramadam.Mein letzten Fastenmonat hab ich in Kairo verbracht.All meine Freunde waren für einen Monat spurlos verschwunden.Nichts gegen das Fasten,ich habe echt Respekt für sowas.Aber macht es Sinn sich elf Monate am Stück ununterbrochen abzuschiessen und dann einen Monat wie ein Heiliger zu leben?Also ich kapier es nicht.Ich hab auch keine Ahnung wie strikt die Regeln hier ind.In Kairo war ich anfangs sehr respektvoll.Kein Esen und Trinken auf der Strasse.Am Ende war es mir wurscht und manchmal hab ich absichtlich genusvoll mein Wasser vor den fastenen Taxifahrern getrunken.Pay back für all íhre Gemeinheiten, die sie in den restlichen elf Monaten geleistet hatten.
Ich weiss aber, dass es in einigen arabischen Länder gesetzlich verboten ist, irgendetwas auf der Strasse zu verzehren während des heiligen Monats.Fehlt nur noch, dass es morgen kein Frühstücksbuffet gibt.Arggghh.

Samstag, 30. Juli 2011

Freizeitstress im Irak

Mittlerweile fängt mein Freizeitleben an stressig zu werden.Wenn man neu ist,kennt man immer erst kein Schwein und dann bumm, gehts los.Man ist neu und jeder will ein auf irgendwelche Feiern schleppen.Gestern hüpfte ich zwichen zwei Gruppen hin und her und heute werde ich auf eine Feier vom franzöischen Konsulat mitgeschleppt.Wieder neue Leute,neue Namen und neue Stories.
Sehr interessant zu sehen ist auch, wie klein die Welt ist.Vorgestern habe ich einen Kurden kennengelernt, der wiederum im London aufgewachsen ist und von dort Bekannt von mir au Kairo kennt.
Naja,anstatt mich jetzt einfach in Bett packen zu können, mus ich mir überlegen, was ich anziehe und duschen und den ganzen Schnickschnack.
Ja,dass Leben ist kein Ponyhof...

Interessante Entdeckung zum Islam

Irgendwie kommt es mir so vor als ob der Islam in Deutschland weitaus strenger ausgelebt wird als in der arabischen Welt. Obwohl er doch hier  Staatsreligion ist.
 Meine muslimischen Freunde in Deutschland nehmen es mit dem Glauben weitaus strenger als hier.

Wo man in Deutschland fleissig betet,sich an die Gebote hält und Freitag die Moschee aufsucht, wird in Ägypten Freitag am Strand die Wodkaflsche gekillt.

Eine Freundin von mir hatte mal die Idee "Islamic Republic of Egypt" in "Alcoholic Republic" umzubenennen.Gar nicht so abwegig.

Donnerstag hatte ich wieder zwei interessante Exemplare. Skalr, eine Kurdin, die in London aufgewachsen und seit 2 Jahren hier in Erbil lebt.

In London ging sie nie feiern,trank nicht, betete und trug ein Kopftuch.Und nun? Kein Kopftuch mehr, kein Beten und gelegentliches Trinken.

Zweites Beipiel ist ein in Berlin aufgewchsender Kurde.Selbe Story.War fromm, hat 5 Mal am Tag gebetet und alle Regeln streng befolgt. Seit Erbil wird nicht mehr gebetet, dafür getrunken.
Ich finde diese Entdeckung ziemlich interessant.

Warum es so ist. lässt sich nicht mit einer simplen Antwort erklären und auch will ich meine Theorie nicht auf die Allgemeinheit ausdehnen. Natürlich gibt es, auf beiden Seiten, genung Ausnahmen, die meiner Entdeckung wiedersprechen.

 Eines tun sie aber alle, am Ramadam fasten...

Freitag, 29. Juli 2011

Die Mutter des Präsidenten ist tot

Hamael, die Mutter des derzeitigen Präsidenten ist vorgestern gestorben.Wer wusste mal wieder von nichts?Ich natürlich!
Oh man,ich sollte echt mehr Zeitung lesen anstatt Online Spiele zu spielen.
Naja,feiern war ich gestern trotzdem.Und es war superlustig. Den üblichen Tisch habe ich nach zuviel Arabisch gegen die Bar eingetauscht.An der Bar hab ich erst die halbe Londoncrew getroffen und binnen einer halben Stunde kannte ich die gesamte Bar.Ich glaub der Laden hat dank meiner Barpräenz das Zehnfache an Umsatz gemacht. Jeder wollte mit mir Shots trinken.Liegt nicht dadran ,dass ich so toll bin, sondern weil ich eine Frau bin. Seltene Exemplare hier in Erbil. Trotzdem war es megalustig. Die Männer hier sind zwar in ´Flirtstimmung, aber trotzdem handeln sie auf eine nette und nicht aufdringliche Art und Weise.Nicht so wie in Kairo, wo jeder versucht hat einen abzufüllen und mit nach Hause zu nehmen. Und ich hatte intereante Gesprächpartner aus allen Ländern. Die Zeit verging wie im Flug und eh ich mich versah, landete ich erst auf der After Party von Edwards kleinen Bruder und kam um 6.30 Uhr bei mir im Hotel an!Was für eine Nacht. Leider konnte ich mir weder irgendeinen Namen merken, noch habe ich irgendeine Nummer gespeichert.Deswegen ist mein Handy jetzt auch erstmal für die nächsten Stunden ausgeschaltet...