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Samstag, 25. Juni 2011

Majidi Shopping Mall&Go-Kart fahren im Irak!!!

Nach der letzten Nacht hab ich mich erst spät aus dem Bett bequemt heute.
Und ich muss sagen,dass Freitage hier stinklangweilig sind.
Fast alles hat dicht und keiner arbeitet.
Fast alle Erbiler fahren raus in die Berge,um ihren Tag mit einem Picknick in der wunderschönen Natur hier zu verbringen.
Nur May,mein Chef und ich hingen im Hotel ab und langweilten uns.
Irgendwann kam Homi, Freund vom Chef. Ein Inder in seinen 50er, der die meiste Zeit seines Lebens in Dubai verbracht hat.
Jetzt betreibt er irgendeine Security-Firma für den Flughafen.
Wir  hingen also in der Lobby áb und hatten keine Plan,was wir mit unserer Zeit anfangen sollten.
Irgendwann entschieden wir uns für die Majidi Mall.

Die Majidi Mall wurde von der gleichnamigen Familie vor kurzer Zeit hier in Erbil errichtet und wird als eines der modernsten Shopping Malls in Kudistan angepriesen.
Die Mall it echt ok, sehr modern, aber zu voll und keine ACs!
Uns Mädels ergriff der Shoppingwahn, überall gab es Prozente.
Ich shoppte bei Benetton und Mango und war glücklich.
Danach kurz den Supermarkt erkundet und fast umgewalzt wurden.Die Menchenmengen drängten mich in dem viel zu großen Supermarkt.

Nach der Mall hatten wir Lust auf mehr,also ging es ab zum Erbil Speed Center.
Wir wollten Go-Kart fahren.I ch bin noch nie zuvor Go Kart gefahren,deswegen hatte ich etwas Angst. Ich meine, wer will schon seine ersten Go-Kart Erfahrungen im Irak sammeln?
Aber ich tat es. Und ich hatte einen Mörderspass!
Ich war erst zögerlich,dann drückte ich aufs Pedal und überrundete sowohl May als auch Homi.Nur gegen meinen Chef hatte ich null Chance.
Später stelle sich heraus,dass er zwei Motoren hatte,der Betrüger!

Nach diesem Adrenalinkick brauchten wir alle einen Drink. Also gingen wir in die Bar treppauf. Homi gönnte sich den 1-Liter-krug Bier,sowas gibt es hier nämlich!
Ich hatte Wein. Natürlich wurde wieder wie üblich die halbe Karte durchbestellt.
Es ist echt unglaublich wie groszügig/verschwenderisch man hier mit Esen ist!
In Deutschland bestellt man ich eine Mahlzeit,vielleicht eine kleine Suppe als Vorspeise und wenn man ganz stark übertreibt einen Nachtisch. Hier wird bestellt bis nichts mehr auf den Tich passt!Und es bleibt immer mehr als die Hälfte übrig!
Der Abend war echt lustig und ich hatte meine erste GoKart-Erfahrung ohne zu sterben!

Morgen geht ab an die Arbeit (hier in Erbil beschränkt sich dass Wochenende auf Donnerstag Nachmittag und Freitag. Samstag ackern wieder alle,ausser die Ministerin.
Der Vorteil ist das Rabaz, der Chef von Tarinnet und unser Partner, die Meetings mit den Ministerin für uns regelt.Wir müssen dann nur noch zu den Meetings.
 

Freitag, 24. Juni 2011

Ausgehen im Irak

Nach einer totalen Überdosis der arabischen Sprache, verschlug es mich ins Schlafkoma!
Als ich erwachte, war es bereits.20.30 Uhr.
Verdammt,in einer halben Stunde war ich mit einer deutschen Freundin von mir in der Hotelbar 4 Stockwerke über mir verabredet! Wir kennen uns vom Studium und sie macht hier ihr Praktikum,bzw. machte.Es war ihr letzter Abend!
Ich schmiss mich in meine Gadrobe und hechtete nach oben.Und da war sie auch schon plus zwei Freunde von ihr.Die Skybar (so heißt die Location) ist wirklich ein Augenschmaus, als die Innenausstattung, nicht ihre Gäste. sehr modern und chic.
http://erbillifestyle.com/night-life/clubs/item/6-mamounia-sky-bar-erbil

Ich orderte mein erstes Glas Wein und wir plauderten munter drauf los. Ach,tat das gut!Ich schwör,in dem Moment war ich der glücklichste Mensch auf Erden!
Und ich erfuhr,dass es hier sowas wie ein Nachtleben gibt .Im Laufe des Abends kamen noch mehr Leute aus aller Herren Länder!Gegen 11 brachen wir auf zu einer anderen Bar.Die Freundin von mir bestand drauf,mich einzuladen.Ganz arabermäsig stritten wir um die Rechnung, aber sie setzte sich durch.
Danach ging es in die T-Bar ,wo wir Freunde von der Freundin trafen.
Leider musste die Bar schon um 12 schliessen. Die Regierung scheint nicht auf feierfreudige Leute zu stehen. Wonach ging es danach?
Auf eine Farm!Ja,auf eine Farm mitten in Erbil, vielleicht 10 Minuten von meinem Hotel entfernt. Ich fühlte mich wie in Deutschland, besonders wegen des weißen Schäferhundes und der Rehe!Rehe aus Holland!Und das mitten im Irak!Crazy.Wir Mädels waren entzückt und versuchten die Rehe zu streicheln.Die waren nicht so begeistert von uns und suchten das Weite....
Nach einem Drink auf diesem bauernhofartigem Gelände, dass einem Freund der Caro gehörte, ging es weiter ins Deutsche Bierhaus!
Richtig, ein deutsches Bierhaus mitten im Irak.Von den Bierbänken aus beobachteten wir das ziemlich angetrunkene Publikum, ganz leise im Hintergrund hörte man Musik a la Mickey Krause& co.
Günther, der Besitzer ,setzte sich zu uns und plauderte.Nachdem er sein Bierhaus in Kabul geschlosen hatte, ist er nach Erbil gekommen!Naja,warum nicht?
Irgendwann konnte ich kaum noch meine Äuglein aufhalten und es ging ab ins Hotel.Ich schlief tief und fest bis zum nächten Morgen durch und träumte von Bambi.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Ich versteh nur Arabisch

Ich bin endlich in meinem Hotelzimmer und völlig am Ende.
Obwohl uns eine dicke Wand trennt höre ich Mays Stimme aus dem anderen Hotelzimmer.Sie skypt mit ihrem Sohn.Und das so laut,dass er sie bestimmt auch ohne Skype bis nach Beirut hören könnte....
Der Tag heute war ein Kulturschock.
Das man in meiner Anwesentheit gelegentlich Arabisch spricht kenn ich ja schon.Ist ja auch ok.Aber nicht in diesem  Ausmaß!!
Heute hatten wir ein Essen/Meeting (sowas kombiniert man hier gerne) mit lauter Leuten,die wichtig für die Arbeit sind. Ein Manager der Iraqi Airlines in Erbil,ein bekannter ägyptischer Journalist (Name hab ich mir nicht gemerkt),unsere Geschäftspartner von Tarinnet und Leute aus den Ministerin.
Es war die Hölle, alle sprachen munter und in voller Lautstärke auf Arabisch.
Irgendwann fingen sie über die Ausländerin,also über mich, zu sprechen. "Sie ist Deutsche?" "Schaut gar nicht so aus!" "Sieht aus wie eine Holländerin.""Oder Russin!"(Danke auch!).Irgendwann begriff ich,dass die alten Hasen kein Englisch konnten,trotzdem versuchten sie dann doch nett zu sein.
May spielte die Übersetzerin und wir "unterhielten"uns mehr oder minder.
Ich ärgere mich echt über mein Arabisch. Wie kann es sein, dass ich den Kram jahrelang studiert habe, aber kein einziges Alltagsgespräch verstehe?  Die Männer hatten echt interessante Stories.Einer kam aus Bagdad und erzählte vom Krieg, der Ägypter berichtete, wie er sich eines Morgens um 4 Uhr nach Hause schlich und die Uhr auf 12 Uhr vorstellte. so konnte seine Frau sich nicht beschweren.
Sie,die Faulpelzin, schlief bis zum Mittag ,während ihr Mann schon auf den Beinen war! So ein schlauer Fuchs.
Der Journalist bestand drauf tausend Foto von uns allen zu machen. Eine Frau war auch dabei.
Sie arbeitet im Ministerium für Sport und Jugend (hier gibt es Ministerien für ALLES!).Vian ist Kurdische Katholikin und sprach ein wenig Englisch.
Sie erzählte von den religiöen Problemen in Erbil und von der schlechten Situation im Land. Kurdistan ist eine Männergesellschaft.Frauen sieht man kaum.Sie sind meist Zuhaus.Vian erzählte uns auch von einem Sportcenter für Frauen,das die Regierung eröffnet hat.Sie setzt sich für die Emanzipation der Frauen in Erbil ein.Na, dann mal viel Glück damit.
Am Sonntag haben wir ein Meeting mit ihr,perfekt. Der Chef macht nämlich schon Druck, er will Sales.So schnell wie möglich. Ruhig bleiben,Brauner!
May ist ein Pflegefall.Sie it nett,aber ein Nervenbündel hoch zehn!Und ich glaube sie hat ADS. Immer wenn ich was erzähle,unterbricht sie mich mitten im Satz und erzählt genau dasselbe.Die Frau treibt mich in den Wahnsinn.Aber andersherum bin ich froh,dass sie da ist. Ohne Übersetzer wäre ich noch mehr aufgeschmisen als ich es ohnehin schon bin.In diesem Sinne Ma3-salam

Mittwoch, 22. Juni 2011

interkulturelle Anbahnungen im Hotel

Das erste männliche Wesen hat mich angesprochen. Also hier in Erbil.Und zwar am Hotelpool.
Leider kein Grund zur Freude, denn das männliche Wesen war kein dunkelhaariger Brad Pitt-Verschnitt sondern ein  Mitte 50-iger, mit grauer Halbglatze. Die Glatze glich er durch eine übermässige Körperbeharrung aus. Er sagte irgendwas auf Kurdisch zu mir. Ich erklärte ihm auf English,dass ich der Sprache nicht mächtig bin. Er konnte jedoch kein English.
Also einigten wir uns auf Arabisch. Obwohl ich da genauso wenig verstehe, geschweige dann spreche. Mit meinem arabischen Kauderwelsch erklärte ich ihm,dass ich Deutsche bin,hier arbeite und Freunde im Hotel habe.
Kaum zu glauben,aber er verstand mich. Ich realisierte derweil, dass wir zwei die einzigen Gäste des Pools waren. Weit und breit kein Mensch. Langsam war mir die Situation  unangenehm. Mit Bikini und T-Shirt muss ich schon einen äußersten nackten Anblick geliefert haben. Die unmoralischen Europäer wieder. Der Mann war nett und deswegen plauderte ich anstandshalber noch etwas. Irgendwann wollte ich aber denn doch weg. Er fand mich schön, das Kompliment konnte ich nicht erwidern. Dann wollte er meine Nummer.Argg. Ich bot ihm den Deal an, das er mir doch seine geben sollte.Ich meld mich dann irgendwann mal.Und schwupps, stürmte ich aus dem Spa-Bereich.

Wieso passiert sowas eigentlich immer mir?

Irak


Um mehr Fotos zu sehen, einfach da Bild anklicken!

Erste Eindrücke

Nachdem ich heute morgen den ersten Kurden in der Lobby kennengelernt habe (ok,Halbkurde,aber immerhin), ging es für May und mich los mit der Stadtrundfahrt.
Anfangs hätte ich ihr am liebsten ein KitKat in den Mund gestopft. So wie in der Werbung. Anstatt diese exotische, fremde Landschaft, die da vorbei rauschte an uns, zu beobachten, quatschte sie mich mit Weiberkram voll.Kulturbanause.
Yallah,ich muss wieder los. Lunch mit dem Chef.Den restlichen Bericht gibt es später!!

Ok,wieder zurück und halb in der Sonne verglüht (es herrschen ca. 45 Grad Celsius hier draussen!!!)
Also,nachdem May aufgehört hatte zu telefonieren, erreichten wir die Zitadelle,die eine der ältesten Gebäude auf der Welt ist.Von dort aus überblickten wir den Suok (Markt) Erbils und durchstreiften ihn wenige Minuten später,natürlich immer mit unserem Fahrer aka Bodyguard.
Das Gerücht, dass hier die Männer die Strassen regierten, bestätigte sich.
Weitund breit keine Frauen, außer uns zwei Exotinnen. Aber anders als sonst, wurden wir zwar beschaut, aber nicht blöd angesprochen.Ich war überrascht.Die Männer hier scheinen mehr Anstand zu haben.Der Markt spiegelt den Mix aus westlicher Moderne und östlicher Tradition wieder.Neben dem neukonstruierten Springbrunnen findet man alte ,traditionelle Stände.Der Verkehr läuft überraschend geordnet und ruhig ab!

Unser Lunch hatten wir im Hotel.Hinzu kam Herich, ein Mann Anfang 40,Kurde.
Die drei brabbelten die meiste Zeit auf Arabisch und ich lauschte den Schmatzgeräuschen des Herisch. Herisch ist Officer der Geheimpolizei in Erbil. Naja, so geheim scheint er ja nicht zu ein,wenn man es uns so direkt sagt.
Danach fuhren wir Vier in die Family Mall.
Und wow,wieder zeigte sich eine hochmoderne Seite des Iraks.Von DKNY über Viss bis hin zu einem bald eröffneten Mango war alles dabei!Selbst Mado gibt es.Mado macht da beste Eis in der ganzen Türkei.Und zur Krönung de ganzen fand ich eine Eisbahn.Mitten in der Shopping Mall!May schaffte es binnen 10 Minuten die Nummer des ersten Shopbesitzers zu ergattern.Potenzieller Kunde.Nun bin ich im Hotel und kurz vorm Sterben.Die vielen neuen Eindrücke plus die Hitze schaffen mich.Was nervt ist,dass wir Mädels niergens alleine hin können.Immer folgt uns der Fahrer (ich nenn ihn mal Muhamed), selbst in den Supermarkt neben den Hotel hab ich ihn an den Hacken....
Als ob ich nicht klar käme. Ich hab Kairo überlegt, dagegen ist das hier ein Ponyhof.
So,nun erstmal Schlafen!

Ankunft im Irak

Wow, dies ist meine erste Nachricht aus dem Irak!Mittlerweile ist es fast 2 Uhr morgens. Ich bin platter als platt. Der Flug verlief gut und ich muss gestehen, dass ich doch ganz froh bin, das ich May dabei hatte.
Ok,am Anfang dachte ich, dass es eine Katastrophe wird. Was nicht zu letzt dadran lag, dass sie mit 5 Gepäckstücken am Flughafen aufkreuzte. Aber wir sind ja im Libanon. Alles easy und mit 10 kg Übergepäck und ihren 3 Handgepäckstücken durften wir ungebremst durch die Kontrolle. Das wäre in Deutschland ein Ding der Unmöglichkeit.
Im Duty-Free Shop schlug ich zu. Hab es ja jetzt. Flache Wodka,Zigaretten, ein neues Parfum,Mascara und zur Krönung eine ultracoole Sonnenbrille. Shoppen macht doch glücklich!
In der Wartehalle wurden wir zwei doch etwa nervös, sogar ich.
Komische Gestalten umringten uns. Dann kreuzte plötzlich eine Basketballmannschaft auf. Aus Syrien. Jackpott.
Aber bei meinem Glück saßen die natürlich NICHT in unerer Nähe.Stattdessen hatte sich ein Ehepärchen auf unseren Plätzen niedergelassen. Malesh.Wir waren bereit ihre eigentlichen Plätze zu nehmen. Da saß jedoch ein kurdischer Farmer mit seiner Kinderbande und machte keine Anstalten uns die Plätze zu überlassen.Und wieder war ich froh über May. Die machte nämlich eine Riesenszene und wir bekamen am Ende unsere Plätze.
Den Flug vertrieb ich mir mit Solitaire und ruck zuck waren wir da!Wow,ich konnte es kaum fassen!Die Landschaft erinnerte mich an Schleswig-Holstein .Fast bekam ich einen Anfall von Heimweh,aber nur fast. Weitläufige Felder im goldenen Licht der untergehenden Sonne getaucht.Wie romantisch.
Erbils Flughafen ist supermodern und gähnend leer.
Am Ausgang empfing uns der Fahrer und brachte uns zum Hotel Noble in Ain Kawa.
Dort wartete auch schon mein Chef.
Das Hotel machte seinem Namen alle Ehre (also nach irakischen Maßstäben gemessen) und war nicht total fern von seinen angeblichen 5 Sternen. Nach einer Runde Small Talk hiess es dann kurz duschen und ab ins Hotelrestaurant.Mein Chef bestand drauf uns mit Essen vollzustopfen und bestellte einmal die ganze Karte durch. Der Koch scheint Libanese zu sein.Die Speisen waren vorzüglich. Die Freundlichkeit der Menschen ist überwältigend.Nachdem May rumgepöbelt hat,dass es keinen Rosewein gibt, versprach der Manager des Restaurants uns 2 für morgen Abend zu organiseren.Sein Feuerzeug bekam ich auch geschenkt.
Nebenbei erwähnt waren wir zwei  die einzigen weiblichen Gäste.Sonst nur Männer.Und die Sängerin,die war weiblich und sang so klangvoll ,das wir unser eigenes Wort nicht verstanden.
Die Männer tanzten Dapke. Als sie endlich aufhörten scherzten wir mit dem Chef rum und hatten einen netten Abend. Zweimal kam es zu kurzzeitigen Stromausfällen und der Saal war für 2 Minuten zappenduster. An der Infrastruktur mangelt es hier halt noch etwas. Morgen um 10 Uhr geht ab zur Stadtrundfahrt.Ich bin gespannt.