Meine Erlebnisse und Erfahrungen im Nahen Osten sind ungewöhnlich normal-europäisch und zeigen, dass die arabische Kultur nicht nur aus Bombenlegern und verschleierten Frauen besteht...
Mittwoch, 22. Juni 2011
Erste Eindrücke
Nachdem ich heute morgen den ersten Kurden in der Lobby kennengelernt habe (ok,Halbkurde,aber immerhin), ging es für May und mich los mit der Stadtrundfahrt.
Anfangs hätte ich ihr am liebsten ein KitKat in den Mund gestopft. So wie in der Werbung. Anstatt diese exotische, fremde Landschaft, die da vorbei rauschte an uns, zu beobachten, quatschte sie mich mit Weiberkram voll.Kulturbanause.
Yallah,ich muss wieder los. Lunch mit dem Chef.Den restlichen Bericht gibt es später!!
Ok,wieder zurück und halb in der Sonne verglüht (es herrschen ca. 45 Grad Celsius hier draussen!!!)
Also,nachdem May aufgehört hatte zu telefonieren, erreichten wir die Zitadelle,die eine der ältesten Gebäude auf der Welt ist.Von dort aus überblickten wir den Suok (Markt) Erbils und durchstreiften ihn wenige Minuten später,natürlich immer mit unserem Fahrer aka Bodyguard.
Das Gerücht, dass hier die Männer die Strassen regierten, bestätigte sich.
Weitund breit keine Frauen, außer uns zwei Exotinnen. Aber anders als sonst, wurden wir zwar beschaut, aber nicht blöd angesprochen.Ich war überrascht.Die Männer hier scheinen mehr Anstand zu haben.Der Markt spiegelt den Mix aus westlicher Moderne und östlicher Tradition wieder.Neben dem neukonstruierten Springbrunnen findet man alte ,traditionelle Stände.Der Verkehr läuft überraschend geordnet und ruhig ab!
Unser Lunch hatten wir im Hotel.Hinzu kam Herich, ein Mann Anfang 40,Kurde.
Die drei brabbelten die meiste Zeit auf Arabisch und ich lauschte den Schmatzgeräuschen des Herisch. Herisch ist Officer der Geheimpolizei in Erbil. Naja, so geheim scheint er ja nicht zu ein,wenn man es uns so direkt sagt.
Danach fuhren wir Vier in die Family Mall.
Und wow,wieder zeigte sich eine hochmoderne Seite des Iraks.Von DKNY über Viss bis hin zu einem bald eröffneten Mango war alles dabei!Selbst Mado gibt es.Mado macht da beste Eis in der ganzen Türkei.Und zur Krönung de ganzen fand ich eine Eisbahn.Mitten in der Shopping Mall!May schaffte es binnen 10 Minuten die Nummer des ersten Shopbesitzers zu ergattern.Potenzieller Kunde.Nun bin ich im Hotel und kurz vorm Sterben.Die vielen neuen Eindrücke plus die Hitze schaffen mich.Was nervt ist,dass wir Mädels niergens alleine hin können.Immer folgt uns der Fahrer (ich nenn ihn mal Muhamed), selbst in den Supermarkt neben den Hotel hab ich ihn an den Hacken....
Als ob ich nicht klar käme. Ich hab Kairo überlegt, dagegen ist das hier ein Ponyhof.
So,nun erstmal Schlafen!
Anfangs hätte ich ihr am liebsten ein KitKat in den Mund gestopft. So wie in der Werbung. Anstatt diese exotische, fremde Landschaft, die da vorbei rauschte an uns, zu beobachten, quatschte sie mich mit Weiberkram voll.Kulturbanause.
Yallah,ich muss wieder los. Lunch mit dem Chef.Den restlichen Bericht gibt es später!!
Ok,wieder zurück und halb in der Sonne verglüht (es herrschen ca. 45 Grad Celsius hier draussen!!!)
Also,nachdem May aufgehört hatte zu telefonieren, erreichten wir die Zitadelle,die eine der ältesten Gebäude auf der Welt ist.Von dort aus überblickten wir den Suok (Markt) Erbils und durchstreiften ihn wenige Minuten später,natürlich immer mit unserem Fahrer aka Bodyguard.
Das Gerücht, dass hier die Männer die Strassen regierten, bestätigte sich.
Weitund breit keine Frauen, außer uns zwei Exotinnen. Aber anders als sonst, wurden wir zwar beschaut, aber nicht blöd angesprochen.Ich war überrascht.Die Männer hier scheinen mehr Anstand zu haben.Der Markt spiegelt den Mix aus westlicher Moderne und östlicher Tradition wieder.Neben dem neukonstruierten Springbrunnen findet man alte ,traditionelle Stände.Der Verkehr läuft überraschend geordnet und ruhig ab!
Unser Lunch hatten wir im Hotel.Hinzu kam Herich, ein Mann Anfang 40,Kurde.
Die drei brabbelten die meiste Zeit auf Arabisch und ich lauschte den Schmatzgeräuschen des Herisch. Herisch ist Officer der Geheimpolizei in Erbil. Naja, so geheim scheint er ja nicht zu ein,wenn man es uns so direkt sagt.
Danach fuhren wir Vier in die Family Mall.
Und wow,wieder zeigte sich eine hochmoderne Seite des Iraks.Von DKNY über Viss bis hin zu einem bald eröffneten Mango war alles dabei!Selbst Mado gibt es.Mado macht da beste Eis in der ganzen Türkei.Und zur Krönung de ganzen fand ich eine Eisbahn.Mitten in der Shopping Mall!May schaffte es binnen 10 Minuten die Nummer des ersten Shopbesitzers zu ergattern.Potenzieller Kunde.Nun bin ich im Hotel und kurz vorm Sterben.Die vielen neuen Eindrücke plus die Hitze schaffen mich.Was nervt ist,dass wir Mädels niergens alleine hin können.Immer folgt uns der Fahrer (ich nenn ihn mal Muhamed), selbst in den Supermarkt neben den Hotel hab ich ihn an den Hacken....
Als ob ich nicht klar käme. Ich hab Kairo überlegt, dagegen ist das hier ein Ponyhof.
So,nun erstmal Schlafen!
Ankunft im Irak
Wow, dies ist meine erste Nachricht aus dem Irak!Mittlerweile ist es fast 2 Uhr morgens. Ich bin platter als platt. Der Flug verlief gut und ich muss gestehen, dass ich doch ganz froh bin, das ich May dabei hatte.
Ok,am Anfang dachte ich, dass es eine Katastrophe wird. Was nicht zu letzt dadran lag, dass sie mit 5 Gepäckstücken am Flughafen aufkreuzte. Aber wir sind ja im Libanon. Alles easy und mit 10 kg Übergepäck und ihren 3 Handgepäckstücken durften wir ungebremst durch die Kontrolle. Das wäre in Deutschland ein Ding der Unmöglichkeit.
Im Duty-Free Shop schlug ich zu. Hab es ja jetzt. Flache Wodka,Zigaretten, ein neues Parfum,Mascara und zur Krönung eine ultracoole Sonnenbrille. Shoppen macht doch glücklich!
In der Wartehalle wurden wir zwei doch etwa nervös, sogar ich.
Komische Gestalten umringten uns. Dann kreuzte plötzlich eine Basketballmannschaft auf. Aus Syrien. Jackpott.
Aber bei meinem Glück saßen die natürlich NICHT in unerer Nähe.Stattdessen hatte sich ein Ehepärchen auf unseren Plätzen niedergelassen. Malesh.Wir waren bereit ihre eigentlichen Plätze zu nehmen. Da saß jedoch ein kurdischer Farmer mit seiner Kinderbande und machte keine Anstalten uns die Plätze zu überlassen.Und wieder war ich froh über May. Die machte nämlich eine Riesenszene und wir bekamen am Ende unsere Plätze.
Den Flug vertrieb ich mir mit Solitaire und ruck zuck waren wir da!Wow,ich konnte es kaum fassen!Die Landschaft erinnerte mich an Schleswig-Holstein .Fast bekam ich einen Anfall von Heimweh,aber nur fast. Weitläufige Felder im goldenen Licht der untergehenden Sonne getaucht.Wie romantisch.
Ok,am Anfang dachte ich, dass es eine Katastrophe wird. Was nicht zu letzt dadran lag, dass sie mit 5 Gepäckstücken am Flughafen aufkreuzte. Aber wir sind ja im Libanon. Alles easy und mit 10 kg Übergepäck und ihren 3 Handgepäckstücken durften wir ungebremst durch die Kontrolle. Das wäre in Deutschland ein Ding der Unmöglichkeit.
Im Duty-Free Shop schlug ich zu. Hab es ja jetzt. Flache Wodka,Zigaretten, ein neues Parfum,Mascara und zur Krönung eine ultracoole Sonnenbrille. Shoppen macht doch glücklich!
In der Wartehalle wurden wir zwei doch etwa nervös, sogar ich.
Komische Gestalten umringten uns. Dann kreuzte plötzlich eine Basketballmannschaft auf. Aus Syrien. Jackpott.
Aber bei meinem Glück saßen die natürlich NICHT in unerer Nähe.Stattdessen hatte sich ein Ehepärchen auf unseren Plätzen niedergelassen. Malesh.Wir waren bereit ihre eigentlichen Plätze zu nehmen. Da saß jedoch ein kurdischer Farmer mit seiner Kinderbande und machte keine Anstalten uns die Plätze zu überlassen.Und wieder war ich froh über May. Die machte nämlich eine Riesenszene und wir bekamen am Ende unsere Plätze.
Erbils Flughafen ist supermodern und gähnend leer.
Am Ausgang empfing uns der Fahrer und brachte uns zum Hotel Noble in Ain Kawa.
Dort wartete auch schon mein Chef.
Das Hotel machte seinem Namen alle Ehre (also nach irakischen Maßstäben gemessen) und war nicht total fern von seinen angeblichen 5 Sternen. Nach einer Runde Small Talk hiess es dann kurz duschen und ab ins Hotelrestaurant.Mein Chef bestand drauf uns mit Essen vollzustopfen und bestellte einmal die ganze Karte durch. Der Koch scheint Libanese zu sein.Die Speisen waren vorzüglich. Die Freundlichkeit der Menschen ist überwältigend.Nachdem May rumgepöbelt hat,dass es keinen Rosewein gibt, versprach der Manager des Restaurants uns 2 für morgen Abend zu organiseren.Sein Feuerzeug bekam ich auch geschenkt.
Nebenbei erwähnt waren wir zwei die einzigen weiblichen Gäste.Sonst nur Männer.Und die Sängerin,die war weiblich und sang so klangvoll ,das wir unser eigenes Wort nicht verstanden.
Die Männer tanzten Dapke. Als sie endlich aufhörten scherzten wir mit dem Chef rum und hatten einen netten Abend. Zweimal kam es zu kurzzeitigen Stromausfällen und der Saal war für 2 Minuten zappenduster. An der Infrastruktur mangelt es hier halt noch etwas. Morgen um 10 Uhr geht ab zur Stadtrundfahrt.Ich bin gespannt.
Am Ausgang empfing uns der Fahrer und brachte uns zum Hotel Noble in Ain Kawa.
Dort wartete auch schon mein Chef.
Das Hotel machte seinem Namen alle Ehre (also nach irakischen Maßstäben gemessen) und war nicht total fern von seinen angeblichen 5 Sternen. Nach einer Runde Small Talk hiess es dann kurz duschen und ab ins Hotelrestaurant.Mein Chef bestand drauf uns mit Essen vollzustopfen und bestellte einmal die ganze Karte durch. Der Koch scheint Libanese zu sein.Die Speisen waren vorzüglich. Die Freundlichkeit der Menschen ist überwältigend.Nachdem May rumgepöbelt hat,dass es keinen Rosewein gibt, versprach der Manager des Restaurants uns 2 für morgen Abend zu organiseren.Sein Feuerzeug bekam ich auch geschenkt.
Nebenbei erwähnt waren wir zwei die einzigen weiblichen Gäste.Sonst nur Männer.Und die Sängerin,die war weiblich und sang so klangvoll ,das wir unser eigenes Wort nicht verstanden.
Die Männer tanzten Dapke. Als sie endlich aufhörten scherzten wir mit dem Chef rum und hatten einen netten Abend. Zweimal kam es zu kurzzeitigen Stromausfällen und der Saal war für 2 Minuten zappenduster. An der Infrastruktur mangelt es hier halt noch etwas. Morgen um 10 Uhr geht ab zur Stadtrundfahrt.Ich bin gespannt.
Dienstag, 21. Juni 2011
Money,Money ,Money
Jackpott!
Ich wurde gerade ins Büro bestellt. Dachte schon, dass ich einen Einlauf kassiere.
Weil die Datenbank nicht komplett ist oder ich irgendeinen Fehler gemacht hab, oder irgendwie sowas.
Und wieder gab es keinen Ärger. Ganz im Gegenteil!!
Es gab Geld. Anders als erwartet bekam ich mein Gehalt für den Monat bezahlt!Richtig, meine Trainings-session wurde auch noch bezahlt! Dabei hab ich so ungefähr nichts geleistet, sondern war vielmehr ein Klotz am Bein.
Ich liebe meine Firma. Ich mein,ich werde sowieso schon voll überbezahlt (Ok, für eine Stadt wie Erbil hat man sich ein Schmerzensgeldaufschlag verdient!),dann habe ich erfahren, dass die auch noch meine Unterkunft zahlen.
Und die Mieten in Erbil sind nicht gerade billig.Für ein anständiges Apartment ist man locker seine 1000$ los. Die spar ich mir jetzt jedenfalls.
Naja und nun bekomm ich auch noch Geld für das "Vorbereitungstraining". Ich fühl mich wie ein Lottomillionär und würde am liebsten singen.
Money,Money,Money von den Abbas schwirrt mir durch den Kopf.
Aber ich halte lieber meinen Mund.So peinlich bin ich dann doch nicht. Dafuer gönn ich mir was im Duty Free Shop.
Hab ich mir verdient!
Ich wurde gerade ins Büro bestellt. Dachte schon, dass ich einen Einlauf kassiere.
Weil die Datenbank nicht komplett ist oder ich irgendeinen Fehler gemacht hab, oder irgendwie sowas.
Und wieder gab es keinen Ärger. Ganz im Gegenteil!!
Es gab Geld. Anders als erwartet bekam ich mein Gehalt für den Monat bezahlt!Richtig, meine Trainings-session wurde auch noch bezahlt! Dabei hab ich so ungefähr nichts geleistet, sondern war vielmehr ein Klotz am Bein.
Ich liebe meine Firma. Ich mein,ich werde sowieso schon voll überbezahlt (Ok, für eine Stadt wie Erbil hat man sich ein Schmerzensgeldaufschlag verdient!),dann habe ich erfahren, dass die auch noch meine Unterkunft zahlen.
Und die Mieten in Erbil sind nicht gerade billig.Für ein anständiges Apartment ist man locker seine 1000$ los. Die spar ich mir jetzt jedenfalls.
Naja und nun bekomm ich auch noch Geld für das "Vorbereitungstraining". Ich fühl mich wie ein Lottomillionär und würde am liebsten singen.
Money,Money,Money von den Abbas schwirrt mir durch den Kopf.
Aber ich halte lieber meinen Mund.So peinlich bin ich dann doch nicht. Dafuer gönn ich mir was im Duty Free Shop.
Hab ich mir verdient!
Dezente Panik vor dem Abflug...
Ok,dies wird mein letzter Eintrag vor meinem Abflug.Maschiene startet um 17 Uhr und 2 Stunden spaeter werde ich mich dann auch schon am Erbil Airport wiederfinden- falls es zu keener unerwarteten Katastrophe vorher kommen sollte. Ihr lacht,aber so unwahrscheinlich ist das gar nicht. Eventuell wird es einen Mord geben.Und ich bin involviert. Wie ich gestern erfahren habe,kann Allan, mein Kollege, erst spaeter fliegen.Visumsprobleme. Das heisst im Klartext, ich und May fliegen…sofern ich sie nicht vorher umbringe. May ist nett,aber unfaehig ihrenen Mund zu halten und ihr Hirn zu nutzen. Ich reise lieber alleine,traeume vor mich hin und hab meine Ruhe. Eventuell dulde ich jemanden, der sich um mich kuemmert. Bei May wird das nicht der Fall sein. Ich she mich schon als menschlichen Kummerkasten am Flughafen sitzen.
Um meine blanken Nerven zu beruhigen zieh ich mir gerade Nesquick rein. Das beruhigt die Nerven. Fraglich ist,ob mein Chef jetzt mitfliegt oder wo der steckt. Im Buero ist er jedenfalls nicht und ehrlich gesagt hoffe ich, das ser nicht mi runs fliegt!Irgendwie verbreitet die Anwesentheit eines Vorgesetzten immer eine angespannte Stimmung.Plus er sieht auch noch gut aus. Gut aussehende Menschen machen mich nervoes. War schon immer so. Also die Kombi aus Chef sein und Gut aussehen plus eine Nerven zerreibende May wird mich zum Amoklaefer machen….
Und Erbil? Ich weiss gar nicht ,warum mich der Gedanke ploetzlich so nervoes macht.War doch alles cool bis jetzt. Aber langsam bin ich etwas gespannt, was mich dort erwartet. Wird es so wie in Kairo nur ohne Nachtleben? Na dann Prost, Mahlzeit. Werde ich ueberhaupt Freunde finden? Oder werde ich zum Einsiedlerkrebs mutieren, dessen einziger Bezug zur Aussenwelt die Arbeit und die nervige May sein wird (mit de rich mir uebrigens spaeter ein Appartment teilen darf…)?
Werde ich ein Kulturschock erleiden?Oder gar noch viel schlimmer, werde ich mich langweilen?
Vielleicht haette ich lieber bei meiner Langzeitliebe Kairo bleiben sollen? Trotz allem Gemecker bin doch immer noch verliebt in Kairo. Irgendwie hat die Stadt trotz allem ihren Charme. Mal sehen, was Erbil charmantes an sich haben wird….
Also drueckt mir die Daumen.Ich meld mich dann aus dem Irak….
Um meine blanken Nerven zu beruhigen zieh ich mir gerade Nesquick rein. Das beruhigt die Nerven. Fraglich ist,ob mein Chef jetzt mitfliegt oder wo der steckt. Im Buero ist er jedenfalls nicht und ehrlich gesagt hoffe ich, das ser nicht mi runs fliegt!Irgendwie verbreitet die Anwesentheit eines Vorgesetzten immer eine angespannte Stimmung.Plus er sieht auch noch gut aus. Gut aussehende Menschen machen mich nervoes. War schon immer so. Also die Kombi aus Chef sein und Gut aussehen plus eine Nerven zerreibende May wird mich zum Amoklaefer machen….
Und Erbil? Ich weiss gar nicht ,warum mich der Gedanke ploetzlich so nervoes macht.War doch alles cool bis jetzt. Aber langsam bin ich etwas gespannt, was mich dort erwartet. Wird es so wie in Kairo nur ohne Nachtleben? Na dann Prost, Mahlzeit. Werde ich ueberhaupt Freunde finden? Oder werde ich zum Einsiedlerkrebs mutieren, dessen einziger Bezug zur Aussenwelt die Arbeit und die nervige May sein wird (mit de rich mir uebrigens spaeter ein Appartment teilen darf…)?
Werde ich ein Kulturschock erleiden?Oder gar noch viel schlimmer, werde ich mich langweilen?
Vielleicht haette ich lieber bei meiner Langzeitliebe Kairo bleiben sollen? Trotz allem Gemecker bin doch immer noch verliebt in Kairo. Irgendwie hat die Stadt trotz allem ihren Charme. Mal sehen, was Erbil charmantes an sich haben wird….
Also drueckt mir die Daumen.Ich meld mich dann aus dem Irak….
Montag, 20. Juni 2011
Sie denkt sie ist Bauer!
Neulich nach meiner Powerwalkingtour sehnte ich mich nach einer eiskalten Pepsi. Ich irrte in Hamra rum und fand einen kleinen Kiosk. Als ich eintrat blickte die Männerbesatzung im Laden amüsiert auf mein knappes Outfit. „Welcome to Beirut!“ sagte der alte Mann hinter der Ladentheke neckich. Welcome?Really? Oh man, dieser Satz brachte mich auf die Palme! Hatte ich diese Worte nicht schon zehntausend Mal in Kairo zu hören bekommen. All die Schmierlappen, die beim Anblick einer Ausländerin einfach nicht ihren Mund halten können! Die Erinnerungen machten mich so wütend, dass mein Hirn kurz aussetzte. Wahrscheinlich wollte ich was Schlaue sagen. Stattdessen sagte ich:
„Essayek ya Pasha!“(Was geht, du Held auf Ägyptisch).Der ganze Laden starrte mich an. Dann brachen die Männer in schallendem Gelächter aus. „Mashallah, sie spricht Arabsich!(Oder sollte ich besser sagen es spricht Arabisch??). Dann ein anderer Typ: „Haha, sie ist ein ägyptischer Farmer!“ Wieder schallendes Gelächter…..Dafür ging die Pepsi aufs Hau. Ich war binnen weniger Sekunden mit hochrotem Kopf verschwunden.
„Essayek ya Pasha!“(Was geht, du Held auf Ägyptisch).Der ganze Laden starrte mich an. Dann brachen die Männer in schallendem Gelächter aus. „Mashallah, sie spricht Arabsich!(Oder sollte ich besser sagen es spricht Arabisch??). Dann ein anderer Typ: „Haha, sie ist ein ägyptischer Farmer!“ Wieder schallendes Gelächter…..Dafür ging die Pepsi aufs Hau. Ich war binnen weniger Sekunden mit hochrotem Kopf verschwunden.
Das libanesische Völkchen
Also zunächst einmal sehen ich viele Libanesen (vor allem die Christen) nicht als Araber.
Mit der arabischen Welt wollen sie nicht identifiziert werden.
Wir sind Mediterraner! Ok, auch gut.
2. Sind sie unverbesserliche Pazifisten. Zu Recht, der Libanon ist unbestritten eines der schönsten arabischen Länder! Wenn nicht sogar eines der schönsten Flecken Erde, die ich bis jetzt gesehen habe.
3. Neigen sie zu einer dezenten Prahlerei. Jeder investiert sein gesamtes Gehalt in eine dicke Karre, ein teures Handy und andere Statussymbole sowie natürlich in ein gediegenes Nachtleben.
Ein anderer Teil fließt in Schönheits-Ops und Fashion…Manchmal übertreiben sie es etwas mit der Prahlerei. Jeder kennt scheinbar den Sky Bar Besitzer, hat Bezug zur Regierung (Welche Regierung???Momentan ist da doch nichts!) und kommt aus angesehenen Familien. Alle klar. Mein Geheimnis gegen Prahlerei ist übrigens Understatement.
Das macht die Prahlerei lächerlich. Somit spare ich auf einen Trabi, diniere bei Mc Donalds und meine Garderobe besteht aus Primark und H&M.
4. Libanesen sind Sprachtalente! Jeder kann Englisch, sogar Taxifahrer verstehen mich mehr oder minder. Plus Französisch. Die meisten sprechen neben Arabisch, Französisch und Englisch noch ein oder zwei andere Sprachen, Deutsch zum Beispiel.
5. Es gibt „Woss-Woss“-Menschen. Das sind die im tiefgelegtem 3er BMW mit Feinripphemden, Tatoos und einer Gelmatte. Die cruisen den ganzen Tag in ihrer Karre rum mit arabischer Mucke bis zum Anschlag aufgedreht und versuchen Weiber zu reißen In Deutschland auch Arschproleten genannt.
6. Deutschland über alles! Die Libanesen scheinen uns zu mögen! Viele sind Feuer und Flamme wenn es um die deutsche Nationalelf geht. Hitler finden auch alle super (ob da gut ist bleibt zweifelhaft…). Und fast jeder war schon einmal in Deutschland und spricht ein paar Brocken Deutsch. Sogar "Mein Kampf" gibt es hier zu kaufen!
7. Lebensfreude! Die Libanesen scheinen die politischen Unruhen schlichtweg auszublenden. Sie nennen die israelischen Angriffe und die Bürgerunruhen kleine Auseinandersetzungen.
Beste Beispiel meine letze Konversation:
„Also ich flieg bald in den Irak.“
„In den Irak, spinnst du? Ist voll gefährlich dort! Da laufen die alle bewaffnet auf der Strasse rum!“
Ähm, hallo? Hast du dich mal umgesehen? An jeder Ecke Soldaten, manchmal ein Panzer und jeder hat eine Schießwaffe in Beirut. Und du willst mir erzählen, dass Erbil gefährlich sei????
Naja, die Libanesen nehmen es gelassen und lassen sich das Feiern nicht nehmen.
Selbst während der Bombenangriffe ist man einfach in die Berge gefahren. Natürlich um dort weiter zu feiern. Harte Jungs.
I
m Großen und Ganzen sind die Libanesen aber sehr herzlich und weltoffenen. Hier kann Okzident neben Orient friedlich existieren und auch wenn die Religionen meist unter ich bleiben, habe ich keine Feindlichkeit untereinander zu spüren bekommen.
Nur die Syrier, die finden sie alle dumm. Genauso wie die Israelis. Und die Saudis.
Mit der arabischen Welt wollen sie nicht identifiziert werden.
Wir sind Mediterraner! Ok, auch gut.
2. Sind sie unverbesserliche Pazifisten. Zu Recht, der Libanon ist unbestritten eines der schönsten arabischen Länder! Wenn nicht sogar eines der schönsten Flecken Erde, die ich bis jetzt gesehen habe.
3. Neigen sie zu einer dezenten Prahlerei. Jeder investiert sein gesamtes Gehalt in eine dicke Karre, ein teures Handy und andere Statussymbole sowie natürlich in ein gediegenes Nachtleben.
Ein anderer Teil fließt in Schönheits-Ops und Fashion…Manchmal übertreiben sie es etwas mit der Prahlerei. Jeder kennt scheinbar den Sky Bar Besitzer, hat Bezug zur Regierung (Welche Regierung???Momentan ist da doch nichts!) und kommt aus angesehenen Familien. Alle klar. Mein Geheimnis gegen Prahlerei ist übrigens Understatement.
Das macht die Prahlerei lächerlich. Somit spare ich auf einen Trabi, diniere bei Mc Donalds und meine Garderobe besteht aus Primark und H&M.
4. Libanesen sind Sprachtalente! Jeder kann Englisch, sogar Taxifahrer verstehen mich mehr oder minder. Plus Französisch. Die meisten sprechen neben Arabisch, Französisch und Englisch noch ein oder zwei andere Sprachen, Deutsch zum Beispiel.
5. Es gibt „Woss-Woss“-Menschen. Das sind die im tiefgelegtem 3er BMW mit Feinripphemden, Tatoos und einer Gelmatte. Die cruisen den ganzen Tag in ihrer Karre rum mit arabischer Mucke bis zum Anschlag aufgedreht und versuchen Weiber zu reißen In Deutschland auch Arschproleten genannt.
6. Deutschland über alles! Die Libanesen scheinen uns zu mögen! Viele sind Feuer und Flamme wenn es um die deutsche Nationalelf geht. Hitler finden auch alle super (ob da gut ist bleibt zweifelhaft…). Und fast jeder war schon einmal in Deutschland und spricht ein paar Brocken Deutsch. Sogar "Mein Kampf" gibt es hier zu kaufen!
7. Lebensfreude! Die Libanesen scheinen die politischen Unruhen schlichtweg auszublenden. Sie nennen die israelischen Angriffe und die Bürgerunruhen kleine Auseinandersetzungen.
Beste Beispiel meine letze Konversation:
„Also ich flieg bald in den Irak.“
„In den Irak, spinnst du? Ist voll gefährlich dort! Da laufen die alle bewaffnet auf der Strasse rum!“
Ähm, hallo? Hast du dich mal umgesehen? An jeder Ecke Soldaten, manchmal ein Panzer und jeder hat eine Schießwaffe in Beirut. Und du willst mir erzählen, dass Erbil gefährlich sei????
Naja, die Libanesen nehmen es gelassen und lassen sich das Feiern nicht nehmen.
Selbst während der Bombenangriffe ist man einfach in die Berge gefahren. Natürlich um dort weiter zu feiern. Harte Jungs.
I
m Großen und Ganzen sind die Libanesen aber sehr herzlich und weltoffenen. Hier kann Okzident neben Orient friedlich existieren und auch wenn die Religionen meist unter ich bleiben, habe ich keine Feindlichkeit untereinander zu spüren bekommen.
Nur die Syrier, die finden sie alle dumm. Genauso wie die Israelis. Und die Saudis.
Abonnieren
Kommentare (Atom)
Twittern
hostgator coupon
