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Mittwoch, 15. Juni 2011

Putzendrama Part 2

Höchster Erwartungen eilte ich gestern nach der Arbeit ins Hotel.
Natuerlich hatte die Putze mein Geld nicht im Zimmer “gefunden”.
 Und der bescheuerte Room Manager ist eine inkompetente Zicke.Ich hab mit dem Personal gesprochen,die schwören,dass sie es nicht waren.
Ja,natürlich tun sie das.Man,was sollen sie auch sonst sagen? Ja,ich war es,bitte entlasse mich??
Deal: Wir können ja gemeinsam das Geld in deinem Raum suchen.
Er dachte also,dass der Fehler bei mir läge und ich einfach nur zu blöd bin mein Geld zu finden. . Ersetzen können sie mir das Geld natürlich nicht, aber wir können über günstige Konditionen reden,wenn ich wiederkomme. Ganz sicher werde ich nie wieder im Monroe hausen,mein Lieber!

In meinem Kummer zog ich mir ein Smirnhoff Ice rein (gut,dass ich noch ne letzte Flasche hatte) und schaute Open Water. In dem Film geht es um ein Paar, dass bei einem Tauchgang vergessen wird.Das Boot fährt ab und die beiden verloren im offenen Meer.Und das über Stunden.Dabei werden sie von Haien und allen möglichen Meereskreaturen angeriffen. Nach dem Film ging es mir doch gleich viel besser.Lieber bestohlen als vergessen auf offener See.
Das hilft übrigens immer gegen schlechte Laune und Trauer. Einfach das Schicksal anderer Menschen anschauen,denen es noch schlechter geht.
Dann ist alles nur noch halb so schlimm und es geht mir immer gleich viel besser.
So auch gestern. Ging dann noch spontan mit Mohamed,einem Freund von Anis, den ich auf seinem Geburtstag kennengelernt hatte, was trinken.
Die Bar befand sich im 26.Stock des Four Seasons.
Erinnerte mich stark ans Tamarai.Irgendwie wiederholt sich doch alles immer wieder.Abend war jedenfalls lustig und der Kummer schnell vergessen.

Dienstag, 14. Juni 2011

Permanetes Pech mit Putzfrauen

Irgendwie hab ich immer Pech mit Putzfrauen.
Nur Phillip,den ich damals in Heliopolis hatte,der war super.
Ansonsten  hatte ich schon alles durch an Erlebnissen: Eine wollte, dass ich ihr Essen bei Subway bestelle (natürlich auf meine Kosten), die Nächste klaute,etc.
Meine ehemalige Mitbewohnerin hat noch mehr und noch negativere Erfahrungen auf Lager..

Gestern Abend wurde der Gipfel erreicht.Ich wurde im Hotel beklaut! 120$ fehlten. Erst dachte ich,dass ich die irgendwo ausgegeben oder verlegt hab. Nach einer 2 Stunden-Suche realisierte ich die Wahrheit:
Man hatte mich beklaut! Ich sprach mit dem Manager.Alles was er brachte war mir vorzuwerfen,dass ich keinen Safe benutzt habe.Ja, hallo?Ich geh doch nicht davon aus,dass ich in meinem Hotelzimmer beklaut werde!
Der Manager,der sich ultrawichtig vorkam, versprach mir, der Sache nachzugehen und mich kurz vor seinem Feierabend anzurufen.Tat er natürlich nicht.
Ich entschloss mich für einen Trick, den ich mir von meiner ehemaligen Mitbewohnerin abgeguckt hab.
Die hat auf diese Art ihr Handy und ihr Kleid wiederbekommen.Ich schnappte mir heute morgen die Putzfrau,die auch gestern in meinem Raum was weiss ich getrieben hatte, und sagte ihr, dass ich mein Geld vermisse.Sie soll es auf den Tisch packen, wenn sie es in meinen Raum “findet”.
Vielleicht hast du es draußen verloren?”
War ja klar,dass sie mir so kam.
”Nee,hab ich nicht!Ich weiss,dass es im Raum sein muss.Und da nur ich und du drinnen waren, muss es noch dort sein.Also pack es auf den Tisch,wenn du es findest!”
Als 2.Massnahme wandte ich mich abermals an die Rezeption.
Diesmal sprach ich mit dem Room Manager, der eine weiblichere Ausdrucksweise hatte als ich…
Er kümmert sich um die Sache,aber er kann mir versichern, dass niemand von dem Hotelpersonal jemals klauen würde und er niemanden beschuldigen wolle.
Grrr,dann bin ich wohl der Lügner oder wie?
Ich war wütend und dampfte vor mich hin (ich werde echt selten wütend).
”Ich geh jetzt zur Arbeit, du kümmerst dich drum und wir reden später!”
Nun sitzte ich auf der Arbeit.In 40 Minuten kommt die grosse Überraschung!Bis dahin Daumen drücken!
PS:Falls ich mein Geld nicht wiedersehe werde ich morgen das Frühstücksbuffet plündern und sämtliche Handtücher und Duschgels mitgehen lassen.Vielleicht sogar den Bademantel,kommt ganz drauf an…..hehehe

Ausflug ans Meer

Dieses Wochenende war ich am Meer.
Naja, zumindest hielt ich mich im Resort und dessen Pool auf.
Und es war auch nur ein und ein halber Tag. Grund war, dass Anis sein Geburtstag dort feierte.
Ich wusste Samstagnachmittag nur, dass ich ein Bikini einpacken soll und mich Ziad, ein Freund von Anis, um 20.30 Uhr abholen würde. Ziad kam um 22.10 Uhr! Arabisches Timing vom Feinsten.
Dafür war Ziad wirklich nennt. Er arbeitet bei Booz Consulting und tingelt um die Welt. Nun war er gerade in Beirut und wollte seinen alten Freund Anis treffen.
20 Minuten später kamen wir an. Es stellte ich heraus, dass wir den Abend sowie den nächsten Tag im Chalet dort verbringen sollten. Gut, dass ich nichts außer meinen Bikini und Kontaktlinsenmittel dabei hatte….
Um 4 Uhr morgens stellte ich fest, dass ich VOR dem Haus im Garten eingepennt war. Ich bewegte mich nach drinnen und schlief in meinem versifften Kleid, dass ich auch am nächsten Tag tragen würde.
Am nächsten Morgen kamen noch mehr Leute und die Sause ging weiter. Ich war verpeilter als denn je.So verpeilt, dass ich erst nach 2 Stunden bemerkte, dass ich meine Bikinihose verkehrt herum trug. Es handelte sich um ein Schwimmstück, das ich irgendwann unter extremen Zeitdruck in Kairo gekauft hatte.
Statt meiner eigentlichen Größe kaufte ich damals Größe 42!

Trotzdem hatte ich enormen Spaß und lernte lauter neue Leute kennen. Abends zurück im Hotel pennte ich um 22 Uhr bis heute Morgen. Ich kam um 9.10 Uhr komplett ausgeschlafen im Büro an.

„Alle ok bei dir? Oder warum bist du so spät? “Hallo? Gehts noch?10 Minuten! Mehr sind es doch nicht! Sind wir hier in Deutschland ???? In der Pause bemerkte ich, dass ich nicht um 9.10 Uhr im Office war sondern um 10.10Uhr.Irgendwie hatte sich meine Uhr umgestellt. Ok, somit war die lästige Fragerei verziehen.

Samstag, 11. Juni 2011

Kauderwelch

Ok,da hab ich  2 einhalb Jahre Arabisch studiertund dann komm ich nach Kairo, wo mich keiner versteht.
Hätten die uns nicht mal vorher sagen koennen, dass hier niemand Hocharabisch spricht?
Und das die Dialekte so ungefähr nichts mit der reinen Form zu tun haben?
Nach einiger Zeit hatte ich wenigestens Taxi Fahrer Anweisungen drauf,konnte ein wenig Schmipfen und Essen bestellen.Immerhin.
Nun bin ich in Beirut und der Spass geht wieder los.Der libanese Dialekt klingt zwar tausendmal schöner,ist aber für mich gänzlich unverständlich.
Das nervt,ich versteh nichts und werde sofort als Touri enttarnt.
Neulich hat mich der Taxifahrer beispielsweise voll abgezogen.
Statt dem normalen Preis, der wohl bei ca. 1,50, max. 2 Eur lag ,wie ich später erfur, musste ich 10 $ blechen.Danke auch.
Naja,und in Erbil wird es auch nicht besser. Soll ich jetzt etwa noch Kurdisch lernen? Bergtürkensprache ist das, wie eine Freundin von mir immer so schön sagte.Und was soll ich mit Kurdisch??? Zwischenzeitlich habe ich auch noch Bayrischstunden von meiner Mitbewohnerin bekommen.Selbst die halte ich für weitaus sinnvoller,als Kurdisch!
Die Wahrscheinlichkeit, dass ich im Hofbräuhaus in Erbil abhänge und mit dem Besitzer snacke ist tausendmal wahrscheinlicher, als dass ich mich mit einheimischen Kurden anfreunde.

Nostalgia Night mal anders

In Ägypten gibt es ja nicht besonders viele Optionen wenn es ums Feiern geht.
Clubs, in denen man normale Aegypter trifft, gibt es ungefähr 2. 35 im Four Seasons und Tamarai. Meine alte Mitbewohnerin und ich gingen meist in einen dieser Clubs  (oder zu beiden in einer  Nacht).
Dienstag Abend gab es leider nur eine Option: Tamarai. Nostalgia Night hieß das Motto.
Wir beiden fanden es ziemlich unerträglich.Und eigentlich mochte es niemand , außer Beltagy. Der Clubbesitzer und Erfinder dieses Abends.
Hier in Beirut hatte ich am Donnerstag meine ganz eigene Nostalgia Nacht.
Die Nacht der nostalgischen Getränke. Nach der Arbeit hing ich mal wieder im Supermarkt ab (ich liebe Supermärkte,die beruhigen irgendwie meine Nerven!) und was fand ich? Smirnhoff Ice! Wer ungefähr mein Baujahr ist,erinnert sich noch gut an die Alcopops von früher.
Oh man, dass waren Zeiten.Zu Ushers "Yeah Yeah" wurde getanzt und Smirnhoff Ice oder Barcardi Rigo geschlürft.
Dann hat das deutsche Recht einen Strich durch die Rechnung gezogen.Keine Alkopops für Jugendliche,zu gefährlich sei das!
Tzzz, irgendwie gab es denn eine Sondersteuer auf die Dinger und man sah sie nie wieder.

Naja, jedenfalls, kam die alten Erinnerungen so hoch und ich beschloss mir eine Smirnhoff Ice flasche zu gönnen.Was für ein nostalgisches Erlebnis!
Später am Abend,nach dem Alkopop, beschloss ich spontan noch auszugehen.Ich war mit Anis und seinen Freunden unterwegs. Irgendwann beschlossen wir Baileys zu trinken!
Der gute Baileys! Das letzte Mal hatte ich Baileys im Jahre 2008. Meine alte Mitbewohnerin hatte damals einen Freund, der am Wochenende immer nach London ausflog und wir hingen in seiner Wohnung ab. Ausgehen durfte sie dann nämlich nicht. Meine Mitbewohnerin wurde mit Baileys beschenkt, den wir dann tranken und in der Wohnung rumtanzten. Man war das lustig. Irgendwann erfuhren wir ,wieviel Kalorien eine Flasche hat. Es sind 2300 Kcal! Seitdem nahm die Baileys-Ära ein schnelles Ende.
Ich trank also in Beirut meinen Baileys und tauchte gleich in meine zweite nostalgische Erinnerung. Diese Art von Nostalgia Night ist jedenfalls weitaus netter!

Freizeitstress

Die Arbeit steck ich locker weg, aber mein Freizeitleben macht mich fertig.
Die schwierigste Sache ist das Entscheiden.
Geh ich aus? Bleib ich im Hotel? Welchen Film schau ich?(Das Fernsehangebot ist überwältigend!!), Geh ich Essen und wenn ja mit wem? So viele Entscheidungen und ich zögere sie alle bis zum letzten Ende heraus.
So hält man sich die Optionen bis zum bitteren Ende, den Stress leider auch.
Heute musste ich wieder so eine freizeitbetreffende Entscheidung fällen.
Fahr ich in die Berge oder geh ich auf die Beachparty heute Abend? Am liebsten hätte ich beides gemacht,aber die Bergoption beinhaltete das Übernachten dort.
Das Gute an den Bergen ist, das Sleiman seine Freunde mitnehmen wollte. Alles Leute ,die aus Kairo zurück nach Beirut sind. Aber wollte ich mir das antun? Ich hab doch nicht das Drecksloch verlassen um nun wieder mit kairogeschädigten Leuten rumzuhängen. Irgendwo in den Bergen.
Ausserdem ist Anis sowieso lustiger und am Strand wird sein Geburtstag gefeiert. Leider kenn ich dort nur niemanden sonst so wirklich, hoffe es wird keine kommunikative Selbstmordaktion... Ja,wie ihr seht,ich hab mich entschieden.Für Strand und Feiern.
Wie ich mich aus der Bergaktion rausredete? Ich hielt mir die Nase zu und legte mich auf den Rücken. Dann rief ich Suleiman an.
Ich muss sagen, mein schauspielerisches Talent ist gar nicht so übel. Halb sterbend, keuchte ich in meinen letzten Atemzügen, dass ich krank bin. Totkrank. So krank,dass ich unter keinen Umständen in die Berge kann.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Me- Time

Nach einer langen Nacht in einer Karokebar in Hamra brauchte ich heute nach der Arbeit nur eines-meine Ruhe!
Ich liebe Mittagsschläfchen! Und ich hasse es währenddessen gestört zu werden. Besonders von Vollidioten. Der erste rief nach exakt 15 Minuten an. Alaa, so ein Typ der mal etwas Small Talk mit mir geführt hatte und weil ich nicht fies sein wollte, gab ich ihn grosszügigerweise meine Nummer. Zu allem Überfluss Ägypter. War ja klar.
Alaa rief also an und wollte mich mit einem ägyptischen English von der Idee überzeugen Essen zu gehen. Ich lehnte ab.“You don’t want going to Restaurant and eat? They have reeeeealy good food!” Welch eine neuartige Auskunft! Und ja, ich geh gerne in Restaurants essen, ich liebe Essen gehen! Aber sicherlich nicht mit dir!
Nachdem ich Alaa abgewehrt hatte klingelte mein Hoteltelefon.Ich ahnte bereits schlimmes. Und ich hatte recht. Roger war am Apparat. Der Typ, den ich während meiner Ein-Mann-Bar-Tour kennengelernt hatte. Der war ja auch ganz nett. Aber er wollte scheinbar ein Date. Und ich? Ich hatte null Ambitionen dieser Art.
“Why don’t you answer your mobile?“
Weil ich kein Bock hab mit dir zu telefonieren! Man, irgendwie schien der Typ mein Desinteresse null zu begreifen. Und wie kann er es wagen mich im Hotel anzurufen???
Die beste Ausrede für alles ist Müdigkeit. In diesem Fall war es sogar wahr.Sorry, ich muss schlafen. Und nein, ich kann heute nichts machen, zu müde. Und Morgen und Übermorgen und den Rest der Woche auch.