Twittern Blogverzeichnis hostgator coupon gnilhe.de Erlebnisse im Nahen Osten

Donnerstag, 29. Dezember 2011

La dolce vita in Kairo

Der erste Monat in Kairo war wie ein einziger verrückter Traum. Alles begann damit, dass ich mich mit Melody traf. Sie schlug vor, dass wir in der Mall City Stars shoppen gehen. EIne Mall in Kairo,verrückt! Und wie verrückt das war! Die Mall bestand aus 4 Stockwerken und beherbergte alle modernen Geschäfte, die man sich vorstellen kann. Von Esprit über Bennoton und McDonalds war alles dabei. In schwarz verhüllte Frauen liessen Burger unter Ihrem Gesichtsschleier verschwinden!Ich war faziniert. Dann traf ich Melody. Wir verstanden uns vom ersten Augenblick an prächtig. Sie machte ein Praktikum in Kairo und studierte Arabisch und Wirtschaft. Ein Experte also.
Wir verabredeten uns gleich für den Abend, wo wir ausgehen wollten. Ausgehen in Kairo!Ich konnte es selber kaum glauben.Das sowas hier möglich ist.
Als ich Abends mit meinem Alkoholgemisch in einer Fantaflasche aufkreuzte (ich dachte es gäbe hier kein Alkohol und hatte sicherhaltshalber nen Wodi mitgenommen), erntete ich Gelächter. Melody und ihr ägyptischer Kumpel Islam dachten ich mache Spass. Man, hier gibts in jer Bar und in jedem Club Drinks! Es gibt mehrere Bars und sogar Clubs???Ich fiel vom Glauben ab. Wir gingen in so einen Club namens Latex.Angeblich ein ganz übler Laden.Ich fands trotzdem super und hatte Spass.
Ab da an hatte ich viele solcher Abende voller Spass....

Wie alles in Ägypten begann

Ich war das erste Mal 2007 in Ägypten.Es war auch das erste Mal in einem arabischen Land. Ich hatte gerade mein Abi in der Tasche und alle Wege standen noch offen. Ich hatte mich entschieden als Au Pair dort zu arbeiten für drei Monate. Ich stellte mir ein Land mit bärtigen Männern und verschleierten Frauen vor. Ohne Partys, ohne Freiheit ohne alles. Trotzdem wollte ich hin. Wahrscheinlich um meine Grenzen zu testen.Schliesslich sind es ja nur drei Monate,sagte ich mir.
Ich erinner mich noch haargenau, als ich nachmittags in Kairo landete und mit meinem 30kg Koffer aus dem Flughafen maschierte. Es war laut und heiss. Die Sonne brannte mir ins Gesicht und eine Traube Taxifahrer buhlten um meine Aufmerksamkeit."Madame,Madame!""Welcome to egypt!"Damals hatte ich noch nicht den starren Blick und das arrogant-selbstbewusste Auftreten drauf und war das typische Touriopfer. Irgendwann entschied ich mich für einen von den Pappnasen und stieg mit ihm in das 20 Jahre alte Taxi ein. Ich zeigte ihm die Adresse von der Wohnung,in der ich im ersten Monat leben sollte,bevor ich in meine Familie ging. Ich fand die Wohnung per Studivz und hatte so die Gelegenheit die Stadt allein zu erkunden,bevor es nach 4 Wochen in die Familie ging. Das der Fahrer nur so getan hatte,als ob er die Adresse kannte und womöglich nicht einmal lesen konnte, dadrüber hatte ich nie nachgedacht.Dumm von mir. Er fuhr also los und schnatterte mich voll. Ich war sprachlos,beinahe fielen mir die Augen aus,als ich meine Jungfernfahrt durch Kairo machte.
Jedes Mal,wenn ich wieder nach Karo komme und vom Airport Richtung Stadt fahre,muss ich an diese erste Fahrt denken. Alles war so fremd und neu. Hohe Gebäude.Jedes beherbegte geschätze 50 Satelittenschüsseln. Die Türme der Moscheen glitzerten im Sonnenlicht und der Verkehr.Überall Auros und Hupen.Dazu die fremden Gerüche.Ein Gemisch aus Gewürzen,Staub und Abgasen.
Der Taxifahrer brabbelte über seine Familie und Kinder.Irgendwann kamen wir in Zamalek an, der Ortsteil war eine Insel und bekannt für seinen hohen Europäeranteil. Der Fahrer hatte keine Ahnung wolang.Ich auch nicht.Panik kam hoch. Meine Rettung war Melody.Melody lebte in Kairo und hatte mir über eine Studivz-Gruppe nützliche Tipps und ihre Handynummer gegeben. Wir telefonierten,sie sprach mit dem Fahrer und ich war binnen 5 Minuten vor der Haustür. Der Arsch von Taxifahrer berechnete mir für sein Rumirren den doppelten Preis. Heute hätte ich mir das niemals bieten lassen.Damals war ich naiv und dumm und zahlte. Dann fuhr er ab und ich befand mich vor meinem zukünftigem Heim.Samt 30 Kg Koffer, die ich die Treppen hoch trug. Heute weiss ich, dass das Aufgabe des Bawabs,also des Hausmeisters, den es in allen Häusern gab, ist. Aber auch das wusste ich anfangs nicht.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Quo vadis?

Nach langer, langer Zeit melde ich mich zurück. Ich wurde mehrmals gebeten, doch bitte meinen Blog weiterzuführen. Ja,wie denn, wenn ich in Deutschland bin?Außerdem brauchte ich erstmal etwas Abstand von der arabischen Welt und all dem Tumult. Ich wollte ein deutsches Leben und das hab ich jetzt auch.Gar nicht mal so übel. In einem Monat wird es mich wieder gen Osten ziehen. Diesmal ist es wirklich ein NAHER Osten. Er ist so nahe, dass ich in 3 h Stunden Zugfahrt dort bin: Es ist Berlin!! Eigentlich passt es dadurch ja auch null hier rein. Aber mal ehrlich, soll ich gar nicht drüber berichten?Oder einen neuen Blog anfangen? Ausserdem hat es auch etwas mit dem arabisch-orientalischen Kulturkreis zu tun. Mein Praktikum wird ein Projekt mit Ägypten involvieren. Es geht um Wasser.Mehr verrate ich aber noch nicht (weil ich selber keinen Plan habe....).
Also 8 Wochen Berlin!Ich freu mir einen Ast ab,obwohl ich gleichzeitig traurig bin, dass ich nicht nach Kairo komme.Und Irak.Und den Gazaplan kann ich auch knicken. Genauso wie Stockholm,wo ich erst hin wollte. Naja,ich hatte das gerade in VWL.Dass nennt man Oppurtunity costs...Gleichzeitig schreib ich nämlich vor Berlin die bescheuerten Klausuren. Es ist das vorletzte Mal,bevor ich im Sommer hoffentlich endgültig fertig bin.
Und dann????
Das ist die allgegenwärtige Frage, die mich seit Wochen plagt. Vor dem Auslandsjahr war alles so fern und man hat sich einfach nur gefreut weg zu sein und jetzt...jetzt bin ich fast fertig und weiss nicht weiter. Irgendwie zerfrisst es mich regelrecht. Ich bin Waage.Eigene Entscheidungen haben mir noch nie viel Freude bereitet. Hätte ich nicht so ein ausgeprägten Freiheitsdrang würd ich mich super als entmündete Hausfrau machen....
Und da wären wir bei den Optionen.Als Frau fängt die Uhr leider auch schon ab 25 an zu ticken.Also bald...
Entweder den Master machen.Aber wo?Stockholm?Deutschland?Ganz woanders? Und wodrin?
Oder Arbeit?Gleiche Frage. WO???
Dritte Option: Heiraten und Kinder kriegen.Aber dazu müsste ich erst einmal Kochen lernen. Und einen Mann finden, der was taugt. Verdammt.
Also kurzum, deswegen mein Praktikum in Berlin. 1. Werde ich Berlin eine Chance geben und zweitens bietet die Firma ja eine gute Grundlage für meinen späteren Werdegang.
Ich werde also nun auch über Berlin, dem Nahen Osten Deutschlands, und meiner Arbeit dort berichten.

Sonntag, 4. September 2011

Back to Cairo


Ich bitte alle Leser, die nun schon ungeduldig warten, um Verzeihung. Aber zu meiner Entschuldigung: Ich bin wieder zurück in meiner Wahlheimat und großen Liebe Kairo. Also kurzum, ich bin wieder Zuhaus.
Dumm ist nur, dass ich Ramadam nicht ganz auf dem Zettel hatte. Das große Hungern nimmt nun ein Ende und Eid steht an. Die Feier naqch Ramadam. Alle sind weg. Irgendwo am meer. Nur Mathilda ist noch hier.
Aber ich will nich klagen. Ich hab eine Wohnung für die 2 Wochen gefunden in Zamalek. Ich kann von hier sogar den Nil sehen.
Und ich liebe es durch die nun relativ leeren Strassen zu streifen und die Häuser zu begutachten. Das typische Panorama, was man in der Stadt sieht, mögen wohl Hochhäuser sein. Aber hier in Zamalek befinden sich wunderschöne alte Villen. Wohl noch von den Briten damals.
Heute dienen sie häufig als Botschaften.
Oder ich setzte mich in eines der Cafes und beobachte das bunte Treiben vor mir während mir die Sonne ins Gesicht lächelt.
Kairo mag im ersten Moment dreckig´, hektisch und laut erscheinen. Aber nimmt man sich etwas Zeit und lässt sich mitreissen, fällt der graue Schleier und man sieht all die Emotionen fast bildlich in den Straßen. Mal schweben sie wie Federn, mal fegen sie hindurch wie ein Wirbelsturm. Ich glaube, dass ist es auch, was ich hier so liebe. Ich meine Deutschland ist auch schön, aber halt viel stiller. Und leider auch etwas toter. Besonders im Winter. Hier spüre ich das Leben um mich, mit all seinen guten als auch seinen schlechten Seiten. Und ich spüre selber meine Emotionen und somit, dass ich lebe.
Den Pool hab ich natürlich auch ausgiebig besucht.  Einen Pool zu finden, der gut und nicht völlig überteuert ist, ist wirklich nicht leicht hier. Die Hotels verlangen meist eine Tagespauschale von 30 Euro aufwärts. Und da ich meistens sowieso nicht länger als 3 Stunden bleibe, lohnt sich das nicht.
Nun hab ich auch einen guten gefunden hinter dem World Trade Center. War gestern dort.
Deswegen bin ich jetzt auch krebsrot. Eid ist vorbei und alle kommen sie wieder.
Hab heute einen guten Freund von mir besucht.Libanese. Eigentlich hasst er Ägypter und regt sich immer über Kairo und alles auf.
Seine Eltern haben hier ein gutlaufendes Textilunternehmen aufgebaut. Pop21 oder so heißt das. Deswegen hängt er hier mehr oder weniger fest. Und ich glaube im tiefsten Inneren seines Herzen mag er es hier. Jedenfalls hat der Gute sich vor drei Monaten verlobt. Ich hab mich ehrlich für ihn gefreut. Es wurde Zeit. Der Gute sieht zwar nicht aus wie ein Adonis, aber dennoch hat er was und sieht meiner Meinung nach hübsch aus. Hinzu kommt eine ordentliche Portion Klein-Jungen-Charme. Mit dieser Combo haben die Männer gewonnen hier. Schönheit ist ,ich muss es leider so sagen, nicht besonders verbreitet unter der männlichen Hälfte der ägyptischen Bevölkerung. Ich glaube, deswegen versuchen die Männer auch immer mit Prahlerei und Geld zu kompensieren.
Naja, die Dutzend gutaussenden Jungs haben also quasi freie Wahl und benehmen sich halt auch derartig. Ebenso der werte Libanese. Deswegen wurde es Zeit, dass er keine Frauenherzen mehr wahllos bricht, sondern sich endlich zur Ruhe setzt.
Also Heirat. Oder halt auch nicht. Er hatte die  Verlobung vor einem Monat rückgänig gemacht.
Respekt Der Gute schien im Zwiespalt. Glücklich über die wiedergewonnene Freiheit und verwirrt, wie er es so in den Sand setzten konnte.
 Also musste Abhilfe geschaffen werden. Mit Whiskey. Ich trank aus Mitleid und Anstand mit und lieh ihm mein Ohr.
Dafür ist morgen wieder Pool geplant. Ich wünschte,ich könnte noch ein Jahr hier verbringen, so unbeschwert und sorgenfrei.
Ach,Kairo, wie sehr hast du mir gefehlt!Warum hatte ich dich eigentlich verlassen?

Sonntag, 28. August 2011

Was sollte man beachten,wenn man nach Erbil reist?

So hier ein paar allgemeine Tipps:
1.So schnell wie möglich sein Visum beantragen!Tourivisum gilt 10 Tage,danach sitzt man fest in Erbil!Für ein langfistiges Visum braucht man einen Bluttest hier und Passbilder.Im Durchschnitt dauert die Bearbeitung des Antrags 2-5 Tage.Ich hab fast 2 Monate auf mein Visum warten müssen...

2.Hotels.Hotels sind relativ teuer hier.Es gibt viele grenzwertige Hotels, die für ein bis zwei Nächte ok sind.Sun Hills Hoteloder Helin Plaza zum Beispiel.Ansonsten gibt es derzeitig nur mein Hotel,dass Noble Hotel (Name ist nicht Programm),dass eigentlich ganz gut ist plus die Sky Bar ist gleich hier im Hotel und der Service ist gut.Nacht kostet hier durchschnittlich 130-150$ für ein normales Zimmer.Was reichlich überteuert ist für diese Art von Hotel.
Das Erbil International Hotel hat einen Pool und einige Restaurants,ist aber etwas staubig.Die Nacht liegt bei 250$,völlig überteuert.Viele Ausländer sind dort.
Die Creme de la Creme bietet derzeitig das Rotana Hotel.Erbils einziges wahres 5*Hotel.Der Pool ist top und die Restaurants auch.Preislich hab ich keine Ahnung.

3.Essen.Wie gesagt,die Restaurants im Rotana sind gut (sogar ein Italiener dabei).Ansonsten gibt es die beste libanesische Küche im Arabella Hotel.Das Khanzad Hotel liegt etwas ausserhalb,hat aber ein sehr schönes Restaurant.Sky Bar im Noble Hotel ist mein Favourit.Gute Küche (europäisch) zu erschwinglichen Preisen.Deutsche Küche gibt es in Ankawa im Deutschen Hof.Und die T Bar ist zwar etwas ranzig,aber die Küche ist echt ok (auch in Ankawa).Das Speed Center hat die beste Pizza und Home Delivery (Empire Building).Für schnelles Essen empfehle ich die Shopping Malls.

4.Freizeit.Wie gesagt,es gibt die Majidi Mall,die Family Mall und neuerdings die Tablo Mall.Die Family Mall hat wohl die beste Auswahl an Geschäften.Dort findet man Mango,DKNY,Koton,Springfield und co.Einen riesigen Supermarkt gibt es unten in der Majidi Mall.
Der Abul Rahman Park ist ein Must-seen in Erbil.Dann gibt es noch einen Wasserpark auf dem Weg zur American Village.
Go Kart fahren kann man im Speed Center.

5.Freunde.Freunde findet man hier überwiegend in Bars.TBar ist voll mit Ausländern,in der Sky Bar tummeln sich die Araber und Lokals.Speed Center würde ich eher von abraten.Und Deutsches Restaurant vor 12,danach sind alle sturz betrunken,kein schöner Anblick.Allgemein sind die Menschen hier sher kontaktfreudig und offen,besonders, wenn man businessmässig interessant für sie ist.Also seid kreativ.

6.Sinnvolles im Internet: Facebookgruppe "Erbil Nightlife",Internetseite erbil lifestyle.Ministry of Tourism,französisches Kulturzentrum, craigslist iraq und expat forum.

7.Taxen sind null Problem hier,die sind meist sehr ehrlich und viele sprechen zumindest etwas Englisch.

8.Sicherheit.Erbil ist im Vergleich zu anderen Städten hier sehr sicher und relativ offen.Besonders im Christenviertel Ankawa,trotzdem sollte man immer vorsichtig sein und besonders als Frau nach Sonnenuntergang nicht unbedingt alleine rumlaufen.

Telefonieren im Irak

Für alle Sparfüchse: Es gibt voll den schlauen Trick hier!
Wenn man für Auslandsgespräche drei anstatt zwei Nullen wählt, kostet das internationale Gespräch so gut wie nichts!Also statt 0049... einfach 00049...wählen!
Den Trick hab ich von meinem Chef, der Fuchs.

Auch so ist Telefonieren hier spottbillig.Alles was man tun muss ist sich eine SIMkarte zu kaufen (gibt es direkt am Flughafen und in Telefonshops).
Entweder von Korek (das übriegens zu Orascom gehört,einer ägyptischen Firma:-)) oder Zain.
Dann Karte einlegen und aufladen.
Rechargekarten gibt es in fast jeden Supermarkt angegangen mit 5000 Dinar was ca. 3 Euros entspricht.Und los geht es.

Auch der Bbm-Service ist erhältlich.Ich benutz ihn aber nicht.Glaub der funktioniert nur über Zain und kostet geschätzte 30000 Dinar,bin mir aber nicht sicher.

Ich bin kein Bbm Fan.Ich erinner mich an Zeiten, wo Menschen kein Bbm oder Whatsap oder ähnlichen Quatsch besaßen.Man saß zusammen und konnte Konversationen führen,ohne das alle 5 Minuten ein einsames Menschlein via Bbm dazwischen funkte,um Witze zum Besten zu geben, nach dem Wetter zu fragen oder mal zu schaun, wie es dem anderen Bbm-Menschlein geht.Ernsthaft,von mir aus können auch SMS abgeschafft werden und Handys allgemein in Restaurants und Bars verboten werden.

Besonders hier.Hier hat man nämlich nicht viel zu tun in seiner Freizeit und alle Ausländer wollen mit der Aussenwelt connected sein. Besonders schlimm ist das bei den Libanesen

.Ich weiss nicht wie viele über Bbm-Nachrichten empfangende Witze ich mir anhören durfte. Arabische Witze ins Englische übersetzt sind null lustig. Ich hatte echt Mühe den richtigen Zeitpunkt zu finden,an dem ich lachen sollte.

Mathilda und Onlinedating

Gleich vorweg: Der Eintrag hat nun wirklich nichts mit dem Irak zu tun.
Seit vorgestern Abend habe ich mich in meinem Hotelzimmer verbarrikadiert und kein Sonnenlicht zu Gesicht bekommen.
Ich dachte einfach nach, viel nach. Über Kairo,über Deutschland, über die Welt, über mich und meinem Platz in dem ganzen hier.
Dann fertigte  ich eine Wunschliste mit Dingen, die ich gerne hätte in absehbarer Zukunft. Neben einer Spiegelreflexkamera, einem Oldtimer-Jaguar-Cabriolet und besseren Arabischkenntnissen setzte ich einen Freund auf die Liste. Bitte, versteht mich nicht falsch. Weder bin ich verzweifelt noch unglücklich mit meinem Singledasein.
Im Gegenteil, hier im Ausland ist ein fester Freund so ziemlich das Letzte,was ich brauche. Mit einem festen Freund kann ich meine Barabende und mein Social networking an der Bar vergessen...
Nein,aber was mach ich in Deutschland? Dort werde ich bestimmt nicht jeden Abend in einer Bar verbringen. Dort werde ich wieder ein vernünftiges Leben führen. Dazu gehört auch das Alternativprogramm zur Bar wieder zu entdecken. Was habe ich denn bloss vor dem Ausland in meiner Freizeit getrieben?
Jedenfalls bin ich jetzt bereit für ein ruhiges Leben .Ein Leben mit DVD-Abenden,ruhigen Dinnern und sowas.
Da erschließt sich die Frage: Wo zur Hölle bekomm ich nun einen Freund her?
Melody schwört auf Online Dating. Da kann man die schlechten Erbsen gleich mal aussorierten.Gar nicht so blöd.Ich hab mich also gestern aus purer Langeweile bei Elitepartner angemeldet.5 Minuten später wusste ich schon nicht einmal mehr mein Passwort. Daten für Dummies ist wohl eher mein Kaliber.
Naja,jedenfalls bekomme ich jezt täglich Emails mit Partnervorschlägen,grossartig.Hat ein bisschen was von einem Kamelmarkt. Ich habe keine einzige Mail geöffnet bis jetzt.Und wie man sich abmeldet weiss ich auch nicht. Fazit: Ansich find ich die Sache mit dem Online Dating eigentlich praktisch, aber für mich ist das nichts. Ist mir irgendwie zu erzwungen die Sache. Ich find auch so jemanden. Falls nicht, Single sein ist nun auch kein Untergang.

Meine Koffer sind übriegens so gut wie gepackt.Ich hasse das.Irgendwie hat es etwas deprimierendes an sich, wenn man sein komplettes Leben auf 23 Kg plus Handgepäck reduzieren muss....