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Montag, 18. Juli 2011

Als Vegetarier in der arabischen Welt

Ich bin seit meinem 16. Lebensjahr Vegetarier und hatte nie irgendwelche Probleme damit. Man wird kurz nach dem Grund gefragt und that's it.
Hier ist dieses Konzept noch nicht so ganz angekommen.
Jedes Mal der gleiche Prozess.
"Was willt du Essen?"
"Ist mir egal,aber ich bin Vegetarier."
"Aha."
"Also ich esse kein Fleich."
"Ok,wir haben Hühnchen."
"Ess ich auch nicht."
"Fisch?"
"Nee!!"
"Was isst du dann????"
"Salat,Pasta,Kartoffeln,Omlett,Käse,Brot, irgendetwas ,wa nicht vom Tier ist!"
"Oh,Hommos!Labneh!Fattoush!"
"Mhm,habt ihr auch europäisches Essen?"
(Das ist der Moment, in dem ich in Ungnade falle...)
"Schon,aber..."
Meist lasse ich mich zum arabischen Esen breitschlagen.Hommos und Labneh find ich mittlerweile ziemlich lecker.

Und dann geht die Fragerei los.
Wie kannt du kein Fleisch essen?
Was bist du?Das ist ja voll ungesund (ja,fettiges Fleisch was trieft vor Öl it natürlich hundert Mal besser!!),
Du musst doch was auf die Rippen kriegen!

Da Gemüse,Käse und co nicht als Essen zählt, werde ich schön vollgestopft, damit ich auch ja nicht verhungere!ie meinen es halt gut mit mir...

Aber wie gesagt,langsam werde ich ein Fan der arabsichen Küche. Meine Favouriten ind Fattoush (eine Art Salat),Labneh (Art Schmierkäse) und Fool (Bohnen mit Öl).
Fool gibts meist zum Frühstück.Schmeckt superlecker.Liegt leider auch superschwer im Magen (nur kleine Portionen essen!!) und hat fatale Auswirkungen auf Verdauungssystem.....

Die Libanesen und ihr Nationalstolz

Also eigentlich bin ich ja ein Fan des libanesischen Völkchens.Aber manchmal können einige dieser Kameraden auch ganz schön anstrengd sein. Die meisten beitzen das Doppelte an Nationaltolz als wir in Deutschland zur Zeiten des 3. Reiche hatten.Alles und jeder wird mit ihrem Vaterland verglichen.Wie kann man den Irak bitte mit Beirut vergleichen? Natürlich gibt es hier nicht so zahlreiche Bars,Club und Restaurant.Und natürlich gibt es hier kein Meer.Und natürlich it die Mehrheit der Bevölkerung hier nicht so gebildet und selbtverständlich ist da Essen hier längst nicht so gut. Aber mal ehrlich liebe Libaneen, dann kommt nicht hierher ,sondern bleibt in Beirut. Ihr eit schliesslich die Nation, von der nur 4 Millionen im Vaterland leben und der Rest (ich spreche von ungefähr 15 Millionen!) im Ausland lebt.
Wenn mich jemand fragt,würden mir auch auf Anhieb 20 Dinge einfallen, die wir in Deuschland haben und die ich hier vermisse. Aber trotzdem bin ich hier und passe mich den Umständen an und mache das Beste au ihnen.
Meine Kollegin regt sich ständig auf.Über da ölige Esen, über die schmierigen Menschen, über die kurdische Musik.
Ich aber darf mir die libanesen Songs reinziehen und behaupten, dass ich sie total super finde,obwohl ich arabische Musik hasse.
Natürlich spreche ich nicht von allen Landesgenossen,aber viele von denen ,die ich traf, sind einfach so.
In Deutschland hingegen muss man sich schon zweimal überlegen, ob man sich eine deutsch Flagge in den Garten hängt ohne gleich als Nazi abgetempelt zu werden. Naja,ausser während der WM, da singen ich dann auch mal Deutschlandhymnen,hehe.

Autohauseröffnung in Erbil

Gestern wurden May und ich auf eine Autohauseröffnung geschleppt.
Wir waren die einzigen Frauen weit und breit dort. ABer das wussten wir natürlich nicht vorher.
Und ich dank meiner High Heels das grösste Wesen im Raum. Ich fühlte mich wie eine seltenes Rehchen im Zoo und wartete nur dadrauf, dass mich jemand versucht zu füttern.
May,ich und Dunia, ein weiteres Mädchen von uns, trotteten brav der Schütze hinterher, die uns das ganze eingebrockt hatte.
Stellt euch mal bitte vor, ihr seid in einem Raum voller Männer und werdet einfach ungeniert angestarrt. Dazu tragt ihr auch noch das kleine Schwarze...Richtig, nicht gerade prickelnd.

Das Autohaus an sich ist nicht schlecht und es sind alle erdenklichen Automarken zu erstehen. Von VW über Mercedes bis hin zum Rolls Royce war alles dabei.
Nicht schlecht für Erbil.
Trotzdem war ich heilfroh, als wir endlich draussen waren. Klappe zu,Affe tot....
Danach hingen wir, wie fast jeden Abend, in der Bar meines Hotels ab.
Die Jungs erzählten uns Endlosstories, was sie alles in Beirut vorhaben (heute sind sie abgeflogen) und wir versuchten unseren Neid zu verbergen.
Dunia, die Jordanieren, versuchte aufs äusserte mit meiner Schütze zu flirten und ließ mich deutlich spüren, was sie von mir hielt. Nämlich nichts.
Oh man, ich hasse dieses ständige Konkurrenzdenken unter Frauen.Und aus meinen persönlichen Erfahrungen kann ich behaupten, dass es in der arabischen Welt extrem stark ausgeprägt ist. Selbst wenn die Konkurrentin in einer ganz anderen Liga spielt.
Eine Freundin von mir wurde mal von einer kleinen, untersetzten Bowlingkugel im billigen Fusel beinahe umgehauen.
Der Grund: der Freund der Bowlingkugel hat mit meiner Bekannten geflirtet.Aber das war natürlich die Schuld von Melody, also der angeflirteten Bekannten und nicht seine Schuld...
Eine andere Ägypterin hat von einem auf den anderen Tag kein Wort mehr mit mir gesprochen.Ich hatte mich mit ihrer geheimen Affäre unterhalten. Ich wusste nichts von den beiden.Wie gemein von mir.
Und nun Dunia, die Schreckschraube.Gut, dass die Schütze heute erstmal abgereist ist. So muss ich mich nicht vor irgendwelchen Attentaten der Schreckschraube in Acht nehmen. Al-hamduallah

Also nochmal ein allgemeiner interkultureller Tipp meinerseits: Immer in Acht nehmen vor den Damen. Mögen sie auch noch so freundlich sein und einem erzählen wie wunderschön man doch ausschaut, gibt man keine Acht, hat man zack den Dolch im Rücken. Trifft natürlich nicht auf alle Frauen zu, aber naja, Achtsamkeit und eine gewisse Distanz schaden nicht.

Sonntag, 17. Juli 2011

Neue Visaregelungen in Ägypten

Eine Freundin erzählte mir heute von einer neuen Visaregelung in Ägypten. Zwar kann man normal einreisen und das Tourivisum für einen Monat am Flughafen bekommen, danach siehts jedoch nicht so gut aus. Verlängerungen sind nur noch durch Zertifikate STAATLICHER Unis möglich (die icherlich kein Ausländer freiwillig besucht,wenn er nicht muss...) oder durch den Arbeitgeber, was aber auch relativ schwireig zu handhaben ist.
So ihre Worte. Ich wollte es erst nicht glauben. Ägypten kickt un aus dem Land? Warum denn das?
Tja,ich betrieb Research, auf der ARbeit natürlich, und siehe da, die gute Freundin hatte recht!
Und der Grund dafür ist, dass wir den Ägyptern die Arbeitsplätze wegnehmen....
Ok, es stimmt tatsächlich, dass ich die ARbeit erledige, für die man sont 5 Ägypter benötigen würde. 30 % der Arbeitsplätze sind von Ausländern besetzt.
Und nun sollen stattdessen Ägypter dorthin gesetzt werden??
Ist ja schön und gut, aber meiner Meinung nach wird das genau 2 Auswirkungen haben:
1.Die Produktivitätskurve der meisten Firmen wird drastisch sinken. Ich will damit nicht behaupten, dass alle Ägypter faul sind. Ich denke nur, dass die Arbeitsmoral im Allgemeinen etwas lockerer und entspannter ,leider aber auch unproduktiver ist...

2. Habe ich vielleicht einem (oder 5) Einheimischen den Arbeitsplatz geraubt. ABer dafür haben als genügend Taxifahrer, Kioskhändler, Restaurants, Bars und Bettler Profit gemacht dank mir und vielen anderen Ausländern. Mal ehrlich, was ich allein an Geld für die doofen Taxifahrer gelassen hab entspricht bestimmt dem durschnittlichen Monatsgehalt eines ägyptischen Ahmed-Normalverbrauchers...

Wen es interessieren sollte:
http://thedailynewsegypt.com/people/egypts-long-term-tourists-may-be-forced-to-leave.html

Sandsturm in Erbil

Oh man, statt einem normalen Regenschauer oder einer ordentlichen Brise Wind hat man hier gleich einen Sandstorm. Gestern Abend konnte man sowas schon leicht erahnen. Die Aussicht war etwas getruebt.Ich dachte, dass kommt vom Wein.War aber wirklich getruebt vom Sand.
Heute morgen hab ich mich dann gewundert, warum alles so gelbgold ist. Hinter geschlossenen Waenden hat so ein Sandsturm naemlich einen positiven Effekt. Der Raum bekommt einen orang-goldenen Touch.Wie beim Sonnenuntergang. Dass schafft voll die Feierabend-atmosphaere. Draussen ist es nicht ganz so romantisch.Die Autos sind mit dicken Sandschichten bedeckt und bei jedem Atemzug inhaliert man tausend Sandkoerener. Kalt ist es auch draussen. Aber immer noch nicht so kalt wie im Buero. Irgendwie haben Araber immer die Angewohnheit Klimaanlagen auf 19 Grad zu stellen. Wenn es auf - 10 Grad einstellbar waere, wuerden sie sicher diese Option waehlen. Somit werden ich taeglich mit Temperaturschwankungen von 31 Grad konfrontiert.Drauusen 50 Grad, drinnen 19 Grad...
Naja, aber jetzt ist ja erstmal der Sandstorm da. Noch viel schlimmer soll der Regen sein. Ja, hier im Irak regnets auch mal.Meist im Winter. Leider kein Wasser, sondern Schlamm...ich freu mich jetzt schon!

Samstag, 16. Juli 2011

sexuelle Belästigungen

Sexuelle Belätigungen ind in der arabichen Welt an der Tageordnung. Man erträgt es nur mit jeder Menge Humor. Ich selber empfinde Ägypten als chlimmten Ort. Sich dort als Frau und vorallem als Europäerin auf der Strasse zu bewegen kotet jede Menge Nerven. Man wird angetarrt wie ein exotisches Tier und alle 5 Meter mit Honig, Sahne oder Welcome von wüsten Schmierlappen angesprochen. Einige Sprüche sind äußerst kreativ.Eine Freundin von mir wurde mal von einem Hannibal Lector-Möchtegern mit "You are breakfast!" angeprochen....
Einige Belästigungen ind jedoch alles andere als lustig.Manchmal überchreiten einige Männer die Grenzen und veruchen einen anzufassen.Schenkel,Hintern,Brust, e gibt keine Grenzen...
Hier war es bis jetzt äußerst erträglich.Heute sollte ich jedoch meine Meinung ändern!
Erste Belästigung fand im Jabar Palace Hotel statt.Wir hatten ein Meeting dort.Nebenbei erwähnt, dass Hotelist schlimmer al jede deutsche Jugendherberge!
Der Manager,ein beleibter Mann mit einem Gebis zum Wegrennen, sprach natürlich null English.Also tat ich das Übliche und überliess May das Reden.Ich sass stumm da und grinste freundlich drein.
Am Ende verabschiedeten wir uns.Der Manager wollte uns sehr bald zum Essen treffen.Klar,sicher.Unser größter Traum!Und dann meinte er zu May ich schau aus wie eine "Utta" Utta heisst Katze,bzw. wörtlich überetzte Miezekatze. Wir Frauen werden hier wirklich nicht für voll genommen.Eine Mietze,ich?Hallo,gehts noch?Etwas mehr Repekt bitte!
Zweiter Vorfall ereignte ich vor 30 Minuten.Ich streifte durch Ankawa und ging mal wieder verloren.Also blieb mir nichts ander übrig als ein Taxi zu nehmen.Ich amchte den fatalen Fehler und fing ein Gespräch mit dem Fahrer an.Ich wollte doch mein Arabisch praktifizieren.Vorm Hotel gab er mir mein Wechselgeld und wollte mir die Hand chütteln.Meine Alarmglocken chrillten auf."Shukran,la!"Nein,danke! "Enti helwa!" Du bist Süßigkeit. Und du ein hässlicher Lappen!Mit meinen limitierten Arabischkenntnissen konnte ich nur "Khals"(Schluss) brüllen!Ich sprang aus dem Taxi und knallte die Tür so fest zu, das sie fast vom Auto abfiel.Dann maschierte ich dampfend in mein Zimmer.
Liebe Schmierlappen, ihr seid weder attraktiv, noch haben wir Frauen es nötig, uns von euch wie ein Stück Fleisch behandeln zu lassen. Ich häng doch auch nicht auf der Strasse ab und brüll jedem männlichen Ween zweideutige Sachen hinterher!

Freitag, 15. Juli 2011

Ankawa- Christenviertel in Erbil

Getern beschloss ich nach dem Shopping-Mall Stress mal die Gegend hinter meinem Hotel zu erkunden.Die Gegend nennt sich Ankawa,bzw Ainkawa (Ain= Auge, Kawa=Irgendjemand Berühmtes)und it bekannt als Christengegend.
Ja,Christen im Irak!Schliesslich ist Erbil eines der ältesten Städte der Welt und wurde damals,noch vor Mohammed und dem Islam, von Christen beiedelt!
So genung Info.Also rannte ich durch Ankawa.Sehr auffällig war die Vielzahl an Alkoholläden.Hier befand sich einer nach dem anderen.Ich war etwas überrascht.
Und die Leute waren überrascht mich, eine europäische Frau, auf der Strase zu erblicken.Scheint nicht so oft der Fall zu ein. Wie gesagt, kriegt man hier Frauen sowieo recht selten in der Öffentlichkeit zu sehen.Ist halt immer noch eine Männergeellschaft.Die Blicke juckten mich weniger.Kenn ich doch aus Kairo.Da ist es als Frau bedeutend schlimmer auf der Strasse.Der allgemeine Pöbel denkt, wir Europäerin sind laufende Beutetiere, die nur dadrauf warten von einem Ägypter erobert zu werden.Von wegen.Und Respekt wird auch null gezeigt.Das hat mich manchmal schon Nerven und Verstand gekostet. Hier sind die Männer wenigestens ruhig und halten den Mund.
Ich machte sogar die Kirche in Ankawa ausfindig, wo gerade eine Hochzeit stattfand. Dann fand ich noch den größten Kitschshop denn je.Vollgestopft mir unechten Klotzschmuck, gefälschter Schminke, Bleichungcreme Fake-Parfums.EIne Horde Frauen begutachteten unter lautem Geschnatter die Ware.Als ich den Laden verlie war es dunkel und ich verloren.Hier schaut alles gleich aus und ich hab null Orientierung. Und da ich es hasse nach dem Weg zu fragen, aber auch nicht alleine rumlaufen wollte in der Dunkelheit, musste ich mir ein Taxi nehmen.2 Minuten fahrt 2$.Das wars wert.